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Montag - Samstag • 9:05
12.1.2005
Im Gespräch mit Butz Peters
Journalist und Jurist
Moderation: Matthias Hanselmann

"Du wirst auch nie wissen, ob du lieber Journalist oder Jurist sein willst", hat mal jemand zu Butz Peters gesagt, und der musste zustimmen. Und das mit Überzeugung. Denn entscheiden musste der 47-Jährige sich nie: Er macht einfach beides. Nach dem Jura- und Publizistikstudium in Göttingen, Hannover, Lausanne, Genf und Wien, machte er ein Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk.

Schnell arbeitete er sich auf der Karriereleiter nach oben, 1987 wurde er Leiter des NDR-Ressorts Rechtspolitik, 1990 zusätzlich für Medien, moderierte verschiedene Sendungen - und suchte ab 1992 neue Herausforderungen. Vom Reporter für das Boulevardmagazin "Brisant" über den Chefredakteursposten beim privaten Radiosender "Antenne Sachsen" bis hin zur Moderation der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY- ungelöst" reichte Peters Spektrum seitdem. Geblieben ist ihm die Erkenntnis: "Ich will Geschichten machen", und eine Liebe zur selbständigen Arbeit, die er auch als Rechtsanwalt gern pflegt.

Denn auch von der Juristerei konnte Peters nicht lassen: Parallel zur Arbeit in den Medien machte er ab 1994 sein Rechts-Referendariat in Dresden und 1996 das zweite juristische Staatsexamen. Bald darauf stieg er als Partner bei der Kanzlei des Medienanwalt Matthias Prinz in Hamburg ein, heute ist Peters ein gefragter Anwalt für Medienrecht in Berlin.

Und weil einem wie ihm die Leidenschaft wohl nie ausgeht, hat Butz Peters auch noch mehrere Bücher veröffentlicht. Über Organisierte Kriminalität in der Bundesrepublik, über Medienrecht und, 1991, zudem einen Bestseller über die RAF. Das holt ihn, so schient es, nun, kurz vor Eröffnung der umstrittenen RAF-Ausstellung in Berlin und fast 15 Jahre nach seinem ersten Werk wieder ein: Gerade hat Peters ein zweites Buch über die Geschichte der Roten Armee Fraktion geschrieben: Tödlicher Irrtum, so der Titel, erschienen im Argon Verlag. Welche neuen Erkenntnisse er seit damals gewonnen hat, warum ihn das Thema nicht loslässt und wieso er sich nicht entscheiden will zwischen Jura und Journalismus, erzählt Butz Peters im Gespräch mit Matthias Hanselmann.
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