Im Gespräch
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Montag - Samstag • 9:05
19.1.2005
Im Gespräch mit Anne Koark
Unternehmerin

Anne Koark, gebürtige Engländerin, seit 20 Jahren in Deutschland zuhause, hat einen schwere Erfahrung machen müssen. Im April 2003 musste sie für ihr Unternehmen "Trust in Business", für das sie noch zwei Jahre zuvor den Existenzgründerpreis des Magazins "Break Even" erhalten hatte, Insolvenz anmelden. Von da an gingen für sie alle Uhren anders. Zwar erstaunt sie ihre Gläubiger mit einem persönlich geschriebenen Fax, in dem sie mitteilt, dass sie zahlungsunfähig sei, aber sich dafür entschuldige und alles tun werde, um die Schulden zu begleichen, aber: "Man hat das Gefühl im freien Fall zu sein. Alles, was man vorher gelernt hat, gilt nicht mehr. Jetzt heißt es: Mehr arbeiten, mehr Pfändung und so weiter. Auf der anderen Seite habe ich dann auch Freundshaften wahrgenommen, die mir vorher nie so bewusst waren."

Die Freunde und ihre Söhne waren es, die sie ermutigten, auf "Wall Street Online" in einem Artikel unter dem Titel "Insolvenz: Hilfe ich bin noch ein Mensch" über ihre Erfahrungen mit dieser Situation zu veröffentlichen. Die 1200 Zuschriften, die sie darauf bekommt, sind der letzte Anstoß dafür, binnen dreieinhalb Wochen ein Buch zu diesem Thema zu schreiben, es ist über fünf Monate auf der Bestsellerliste des Wall Street Journals und erfährt inzwischen die zweite Auflage. Mit ihrem Anliegen: Scheitern ist die andere Seite des Erfolgs, "wer fällt, muss auch wieder aufstehen dürfen" trifft sie auf viel Sympathie und Interesse, auch in Deutschland, wo sich nach ihrer Meinung dringend etwas ändern muss, in der Art wie man mit Misserfolg umgeht, - gesellschaftlich, wirtschaftlich und menschlich.
Die Sendung wird moderiert von Holger Hettinger.
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