Im Gespräch
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Montag - Samstag • 9:05
8.2.2005
Im Gespräch mit June Galgey
Star-Betreuerin bei der Berlinale und Fremdenführerin
Moderation: Gisela Steinhauer

Am 10. Februar beginnen in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, und mit dabei ist, wie seit Jahren, June Galgey. Die 60-jährige gebürtige Südafrikanerin ist seit den 80ern die stille, gute Seele, die den Stars den Aufenthalt erleichtert: Sie ist eine der VIP-Betreuerin, die Berühmtheiten wie zum Beispiel in diesem Jahr die Schauspieler Kevin Spacey und Will Smith von der Ankunft am Berliner Flughafen über die Premieren bis zum Abflug durch die Festspiele begleiten. Sie hat schon Jack Lemon das Potsdamer Schloss Sansoucci gezeigt, mit Anthony Hopkins gegessen, hat Jessica Tandy die Kameras vom Leib gehalten und den Flughafen nach Harvey Keitel abgesucht, hat Sonderwünsche erfüllt, Small talk gemacht und dafür gesorgt, dass alle pünktlich zur Pressekonferenz kamen.

Doch June Galgey betreut nicht nur Stars: Schon als Kind in ihrer Großfamilie in Kapstadt hat sie Fernweh. Nachdem sie mit nur 15 Jahren das Abitur gemacht hat, fängt sie so früh an zu reisen. Sie arbeitet für Reedereien und Reiseveranstalter in aller Welt als Reise- und Fremdenführerin - und macht es dort auch ganz "normalen" Menschen auf Reisen so angenehm wie möglich. Und natürlich nicht zuletzt auch sich selbst: June Galgey kennt heute Menschen in aller Welt, neben ihrer Heimat Kapstadt in Malysia, Rotterdam, Monte Carlo, Israel, London, Barbados und Innsbruck gelebt. Heute wohnt sie mit ihrem Mann, einer Katze und einem Hund in Sussex/England.

Und wenn sie nicht grade für die Berlinale arbeitet, führt sie Reisegruppen durch England und Europa und organisiert für eine englische Firma Reisen nach Galapagos, Vietnam und Peru. Im Umgang mit unterschiedlichsten Menschen hat June Galgey also Erfahrung - ob berühmt oder nicht. Nur einen Unterschied zwischen VIPs und Normalbürgern bedauert sie: Dass sie die Berühmtheiten am Flughafen nicht mit einem Namensschild empfangen kann. Denn manchmal ist es gar nicht so leicht, sie ungeschminkt und mit Sonnenbrille zu erkennen.

Im Gespräch mit June Galgey über die kleinen Unterschiede und die große Sehnsucht nach der Fremde ist Gisela Steinhauer.
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