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Montag - Samstag • 9:05
26.2.2005
Im Gespräch mit Wolf-Michael Catenhusen
Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Forschung

Wolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Bild: AP)
Wolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Bild: AP)
"Arm bleibt dumm - nur Reich studiert" - dieser Spruch auf einer Studenten-Demonstration bringt den Protest gegen die geplanten Studiengebühren auf den Punkt. Nachdem das Bundesverfassungsgericht das bundesweite Verbot im Januar 2005 gekippt hat, wird heftig darüber diskutiert, welche Bildungskosten zumutbar sind und wie die Chancengleichheit auch für sozial Schwächere gewahrt bleiben kann.

Die Studiengebühren sind aber nur ein Streitpunkt in der aktuellen Bildungsdiskussion. Der Zoff zwischen Bund und Ländern blockiert immer mehr sinnvolle Initiativen. Wer finanziert zum Bespiel die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master, die Deutschland im europaweiten Ranking nach vorn bringen könnten? Wie kann der schwächelnde Forschungsstandort Deutschland wieder fit gemacht werden, wenn dringende Reformen verschleppt und aus politischen Gründen auf Eis gelegt werden? Wie können deutsche Universitäten wieder attraktiver werden, so dass es lohnt, sich für das Studium zu verschulden? Wie viele Elite-Unis braucht das Land?

Diese Fragen sind das tägliche Brot von Wolf-Michael Catenhusen. Der Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Forschung kennt das Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern nur zu gut. Der ehemalige Lehrer und SPD-Politiker saß über 20 Jahre im Forschungsausschuss des Deutschen Bundestages. Einen Namen machte er sich besonders in der Diskussion um die Gentechnik und die Stammzellenforschung. Der 59-Jährige gilt als der kundigste und erfahrenste Forschungs- und Bildungspolitiker der rot-grünen Bundesregierung.

Studieren in Deutschland - zu den Chancen und Risiken wird Wolf-Michael Catenhusen heute von Dieter Kassel befragt, von 9 Uhr 05 bis 11 Uhr bei "Im Gespräch" von DeutschlandRadio Berlin. Hörerinnen und Hörer können mitdiskutieren und Fragen stellen unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/22542254 oder per E-Mail unter hoerensagen@dradio.de.
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