Im Gespräch
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Montag - Samstag • 9:05
2.3.2005
Im Gespräch mit Alexander Huber
Extremkletterer
Von Dieter Kassel

Schon als Elfjähriger bestieg Alexander Huber mit seinem Vater den ersten Viertausender. Seitdem sucht er das Extreme, in den Steilwänden des Yosemite Valley, im Himalaja und in den europäischen Alpen. Als erster Bergsteiger überhaupt durchstieg er mit seinem Bruder Thomas zusammen die Westwand des Latok II im Himalaja.

Nackte Felswände und Kletter-Routen, die andere Bergsteiger, wenn überhaupt nur mit Seilsicherung meistern, klettert Huber "free solo", das heißt ohne jede Absicherung durch Gurte oder Netz. In Hunderten von Metern Höhe hängt Huber dann in der Wand, ein falscher Griff und er würde fallen.

Ein Spiel mit dem Tod, dass auch unter Kletterern höchst umstritten ist. Reinhold Messner widmete Huber bewundernd eines seiner Bücher, andere halten den Extremkletterer für leichtsinnig und kritisieren, dass er mit Vorträgen über seine waghalsigen Klettertouren Geld verdient.

In jedem Fall aber gehört Alexander Huber heute, mit 34 Jahren, als Bergsteiger und als Kletterer zur Weltspitze. Gerade ist er von einer Reise in den US-amerikanischen Yosemity-Park zurückgekehrt, dort plant er wieder eine neue extreme Route zu durchsteigen. Ein Leben ohne zu klettern kann Alexander Huber sich nicht vorstellen, "klar", sagt er, "das macht süchtig".

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