Hörspiel und Feature
Hörspiel und Feature | Feature | Freitag, 00:00 Uhr
1.10.1999
Hundert Blumen, verdorrt
Das beschädigte Leben eines "Rechtsabweichlers" unter Mao Tse-tung, von ihm selbst erzählt
Helmut Kopetzky

Regie: der Autor Produktion: DeutschlandRadio Berlin/ Österreichischer und Westdeutscher Rundfunk 1999 Länge: ca. 54'

Herr Zhou Chun glaubt an Mao Tse-tung und schließt sich 1945 als Student unter dem Tarnnamen "Chun" (Reinheit) der kommunistischen Befreiungsbewegung an. Mit der Proklamation der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 steigt der Jungkommunist schnell auf. Er wird Maos Dolmetscher. Dann der Absturz. 1956, während der "Hundert-Blumen"-Kampagne, ermuntert Mao zu offener Kritik. Zhou Chun folgt diesem Aufruf. Die Konsequenz: 22 Jahre Verbannung, Gefängnis und Arbeitslager. Erst 1979 wird er rehabilitiert. Seit 1988 lebt der 73jährige, emeritierte Germanistik-Professor in Berlin. Auf die Jahre der großen Enttäuschungen blickt er mit Trauer zurück, aber ohne Zorn.

Helmut Kopetzky, geboren 1940 in Mährisch-Schönberg, Journalist, seit 1972 freier Autor und Regisseur. Schreibt Fernseh- und Radiofeatures, Hörspiele. Lebt in Berlin.

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