Hörspiel und Feature
Hörspiel und Feature | Werkstatt | Montag, 00:05 Uhr
1.3.2004
Snobby Dim
FreiSpiel (Ursendung)
von Frank Becker

Szene aus Snobby Dim (Bild: Deutschlandradio - Timo Nasseri)
Szene aus Snobby Dim (Bild: Deutschlandradio - Timo Nasseri)
Mitwirkende:
Snobby Dim: Lars Rudolph
Er: Ronald Kukulies
Sie: Linda Olsansky
Sein Engel: Martin Engler
Ihr Engel: Astrid Meyerfeldt
Automatenstimme: Samuel Finzi
Komposition und Musiker: Lars Rudolph, Nicholas Bussmann, Hanno Leichtmann
Regie: Beate Andres
Regieassistenz: Katrin Moll
Ton: Jean Szymczak
Technik: Barbara Zwirner
Produktion: DeutschlandRadio 2004
Länge: ca. 51'10

Er und Sie. Eine zufällige Begegnung im world-wide-web. Ein Chatroom als Ort der Begegnung, ein Raum ohne Gesichter, ohne Körper, ohne Namen. Allein Worte sind greifbar. Und alles ist möglich. Er und Sie bewegen sich durch die Welt ihrer geheimen Wünsche, treffen aufeinander und verzahnen sich, die verbale Atmosphäre heizt sich auf. Ein Spiel beginnt.
Zwei ungreifbare Gestalten, die wie Spielleiter agieren, beobachten die beiden, bemächtigen sich ihrer Gedanken, greifen sich ihre Erinnerungen, stellen ihre Gegenwart in Frage und spielen das Spiel weiter: sie installieren eine virtuelle Keimzelle und formen daraus ein Wesen aus Fiktionen, Wünschen und Möglichkeiten: Snobby Dim. Ein Wesen ohne Körper, wie ein Ort, an dem sich geheime Gedanken versammeln, intimste Wünsche zusammenfliessen. Snobby Dim - eine virtuelle Schöpfungsgeschichte?

Frank Becker, geboren 1958, Studium von Musikpädagogik, Musikwissenschaft und angewandter Phonetik in Hamburg, Rom und Berlin.

Regieassistenzen am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und an der Deutschen Oper Berlin. Theaterarbeiten in Hamburg, Berlin, Hannover (Regie, Performance, Musiktheater).

Lehrbeauftragter an der Hochschule der Künste Berlin, der Hochschule für Musik und Theater Hannover und der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", Berlin.

Arbeitet als freier Autor, Komponist und Chansonnier.

"Snobby Dim" DeutschlandRadio Berlin 2004
"...Es roch nach Enge und kaltem Herzen" DeutschlandRadio Berlin 2003 "Mann im Kleid" DeutschlandRadio Berlin 2003
"Schreibrituale" HR 2002
"Stille, kälter noch als Liebe" DeutschlandRadio Berlin 2001 "Die Nacht brauch´ ich an diesem Morgen" DeutschlandRadio Berlin 2001,
"Zwischen Wohnzimmer und Rampenlicht" HR 2001
"Wenn es plötzlich still ist..." SDR 1997
"Solange ich mich bewege bin ich ihr voraus" SDR 1997 "Plötzlich lebte ich in Träumen" SDR 1996


Das Musiktrio "Ich schwitze nie": Berlin ist die Stadt in der ICH SCHWITZE NIE ihre Basisstation haben. Schlagzeug, Sampler, Cello, Bontempi, Trompete und Stimme kombinieren die drei versierten Musiker - Lars Rudolph (voc, tro, g), Nicholas Bussmann (cello, electronics), Hanno Leichtmann (drums, electronics) - im Rahmen der intern gesteckten Motive. Seemannslieder, Liebeslieder mit und ohne Pathos gehören ebenso wie Rockversionen des einen oder anderen Sun Ra Klassikers zum Repertoire.
Sänger Lars Rudolph dürfte durch seine schauspielerischen Tätigkeiten (u.a. Siebtelbauern) als visualisierte Lichtgestalt ein optischer Begriff sein.

Für das Hörspieldebüt von Frank Becker "Snobby Dim" (DLR Berlin 2004) haben sich die drei Musiker erstmals als Hörspielkomponisten hervorgetan.
-> Hörspiel und Feature
-> weitere Beiträge
-> Snobby Dim