Hörspiel und Feature
Hörspiel und Feature | Hörspiel | Freitag, 19:05 Uhr
6.8.2004
Jannings
Ursendung
Von Christoph Hein

Der Schriftsteller Christoph Hein, 1998 (Bild: AP Archiv)
Der Schriftsteller Christoph Hein, 1998 (Bild: AP Archiv)
Emil Jannings, Jahrgang 1884: Schiffsjunge, Volontär, Bühnenschauspieler, Arbeiten mit Max Reinhardt, mit Ernst Lubitsch. 1926: Umzug von Berlin nach Hollywood, Filmpreise, Starruhm. 1930: Rückkehr nach Berlin, "Der blaue Engel", Filmerfolge im Dritten Reich. 1945: Auftrittsverbot.
1946: Jannings lebt zurückgezogen am Wolfgangsee. Er bekommt keine Aufträge, solange er nicht "entnazifiziert" ist. Doch wozu sich schuldfrei sprechen lassen? Jannings, der zum Schauspieler "Berufene", hält alles für ein großes Spiel: "Den Schurken könne schließlich nur spielen, wer selbst einer sei", erklärt er im Hörspiel.

Regie: Jörg Jannings
Komposition: Wolfgang Florey
Mitwirkende:
Emil Jannings: Rolf Hoppe
Gussy Holl: Dagmar Manzel
Jörg Jannings: Robert Gwisdek
Komposition: Wolfgang Florey
Gesang: Ute Döring
Klavier: Gottfried Eberle

Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2004
Ton und Technik Peter Kainz
Regieassistenz: Marcus Mohr
Länge: 50'46

Christoph Hein, 1944 in Schlesien geboren, Dramaturg und Schriftsteller, 1998-2000 Präsident des PEN, lebt in Berlin. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur. Hörspiele u.a. "Randow" (DLR Berlin 1995), "Bruch" und "Himmel auf Erden" (beide MDR 1999).
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