Hörspiel und Feature
Hörspiel und Feature | Feature | Mittwoch, 19:05 Uhr
10.11.2004
"Es gab Geräusche, die auf Liebesakte schließen lassen"
Über die Macht der sexuellen Denunziation
Von Ulrich Panzer

Mikrofon (Bild: Deutschlandradio)
Mikrofon (Bild: Deutschlandradio)
1984 entlässt Verteidigungsminister Wörner den ranghöchsten Bundeswehroffizier und stellvertretenden NATO-Befehlshaber General Günter Kießling. Der Vorwurf: Kießling sei homosexuell und damit ein Sicherheitsrisiko. Schon bald wird klar, dass der General Opfer einer Verwechslung wurde. Der Verteidigungsminister muss ihn rehabilitieren. Sexuelle Denunziation, die Diffamierung von Menschen mit (wahren oder erfundenen) Berichten über ihr Privatleben, hat in unserer Gesellschaft Tradition. Der Vorwurf der Homosexualität gilt dabei als der "Klassiker". Worin liegt die Wirksamkeit sexueller Denunziation? Und was hat sich seit der Kießling-Affäre verändert?

Regie: Claudia Leist
Darsteller: Hansi Jochmann, Walter Renneisen, Axel Gottschick, Anja Niederfahrenhorst, Elenor Holder, Thomas Lang u.a.
Produktion: Westdeutscher Rundfunk 2004
Länge: 54'42

Ulrich Panzer, geboren 1961 in Dortmund, Studium der Theologie, Vikariat in Hamburg, danach Redakteur und freier Autor für die ARD und Radio Schweden.
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