Hörspiel und Feature
Hörspiel und Feature | Hörspiel | Sonntag, 18:30 Uhr
13.2.2005
Hirnzirkus - Gedankenflüge
(Ursendung)
Aus Briefen, Texten und Gesängen des Malers George Grosz

George Grosz 1946 in New York (Bild: AP)
George Grosz 1946 in New York (Bild: AP)
George Grosz (1893-1959), der große Maler und Karikaturist der Weimarer Republik, nannte sich selbst Gedankenjongleur und Gehirnsaltospringer - aber auch den traurigsten Menschen in Europa. Der Karl-May-Fan hatte einen großen Traum: Amerika. "Paris: scheiße ich drauf. Berlin, na schön (Heimat, Sprache! Vergleich wie nirgend anderswo, mag gehen). Rom: Saunest. Petersburg: ekelhaft. Moskau: Proletendorf! New York: die Stadt!"

Im Januar 1933 emigrierte er nach New York. "Ich ging wegen Hitler. Er ist nämlich auch ein Maler... und da schien mir Deutschland für uns beide einfach zu klein." Grosz vermisst Berlin. Er wird zu einem fleißigen Briefeschreiber und porträtiert die Gesellschaft mit spitzer Feder. Kleine Sprachkunstwerke entstehen.

Bearbeitung: Michael Farin
Regie und Komposition: Klaus Buhlert
Ton und Technik: Alexander Brennecke
Regieassistenz: Frank Merfort
Darsteller: Bernhard Schütz
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2004
Länge: 80'54

Michael Farin, geboren 1953, Germanist, freier Autor, Herausgeber mit eigenem Verlag. Viele Bearbeitungen literarischer Stoffe für das Hörspiel. "Metropolis" (BR/DLF) wurde Hörspiel des Jahres 2001.
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