Interview
Interview zum Tage
Montag bis Samstag • 6:50 • 7:50
13.1.2005
Articus: Notwendigkeit zur neuen Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen
Interview mit Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages

Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages Stephan Articus (Bild: Georg J. Lopata/axentis.de)
Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages Stephan Articus (Bild: Georg J. Lopata/axentis.de)
Laut Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, gibt es die Notwendigkeit einer neuen Zsammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

So wäre es positiv, wenn eine solche föderale Zusammenarbeit mit der Entwicklungszusammenarbeit durch Hilfsaktionen für die Flutkatastrophe in Asien bereits beginnen würde, sagte Articus am Donnerstag im DeutschlandRadio Berlin:

"Das wäre eine sehr glückliche Wendung der zunächst einmal gescheiterten Reform des Föderalismus in Deutschland." Im Rahmen einer besseren Zusammenarbeit müssten Kräfte besser gebündelt werden, um Aufgaben bewältigen zu können, fuhr Articus fort.

Für die durch die Bundesregierung nun in die Wege geleiteten Partnerschaften mit der Flutregion sieht Articus unterschiedliche Möglichkeiten. So könnten manche Städte wie München an bereits bestehende Partnerschaften zu Städten in den betroffenen Ländern anknüpfen. Andere Städte hätten bereits eine enge Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsverbänden. Ebenso werde es aber auch Angebote von Seiten des Bundes und der Länder geben.

Von einem Streit um die Finanzierung der Koordination der Hilfsaktionen sei ihm nichts bekannt, sagte Articus weiter: "Ich denke, dass natürlich auch für die Koordinierung eines deutschen staatlichen Aufbauprogramms der Bund zuständig ist."
-> Interview
-> weitere Beiträge