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29.1.2005
DFB prüft neue Einspruchsfristen für Spiele der zweiten Liga
Interview mit Gerhard Meier-Röhn, Pressedirektors des Deutschen Fußballbundes

Der umstrittene Schiedsrichter Robert Hoyzer während des DFB-Pokalspiels zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV am 21. August 2004 in Paderborn (Bild: AP)
Der umstrittene Schiedsrichter Robert Hoyzer während des DFB-Pokalspiels zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV am 21. August 2004 in Paderborn (Bild: AP)
Nach den Worten des Pressedirektors des Deutschen Fußballbundes, Gerhard Meier-Röhn, wird derzeit geprüft, ob für die Rundenspiele der zweiten Liga neue Einspruchsfristen gelten, in denen man Spielergebnisse anfechten könne.

Normalerweise gelte nach den Statuten eine Frist von 48 Stunden. Derzeit werde aber geprüft, ob man für den noch nicht abgeschlossenen Wettbewerb der zweiten Liga und die im Verdacht stehenden Regionalligaspiele die Frist neu setzen könne nach dem Geständnis Hoyzers. Das könne bedeuten, dass Spiele wiederholt werden müssten.

Eine Wiederholung des Spiels Paderborn gegen den Hamburger Spielverein in der ersten Runde des DFB-Pokalwettbewerbs sei aber nicht möglich, sagte Meier-Röhn. Der Wettbewerb sei weiter fortgeschritten und schon im Viertelfinale. "Eine Spielwiederholung würde alles ad absurdum führen", sagte Meier-Röhn. Er räumte ein, dass großer Schaden entstanden sei.

Meier-Röhn schloss nicht aus, dass organisierte Kriminalität bei den Trainerskandal verwickelt sei. Der DFB sei "besorgt, dass mehr Dinge auf uns zukommen". Außerdem müssten viele juristische Fragen wie Haftung und Schadenersatz geklärt werden.

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