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19.2.2005
USA sollen sich aktiv an diplomatischer Lösung des Irankonflikts beteiligen
Interview mit Karsten Voigt (SPD)

Karsten Voigt, Koordinator der deutsch-amerikanischen Beziehungen (Bild: Deutscher Bundestag)
Karsten Voigt, Koordinator der deutsch-amerikanischen Beziehungen (Bild: Deutscher Bundestag)
Der Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, Karsten Voigt (SPD), hat die USA aufgefordert, sich aktiv an einer diplomatischen Lösung für einen atomwaffenfreien Iran zu beteiligen.

Europa und die USA hätten das gleiche Ziel im Iran. Wenn sich die Amerikaner diplomatisch stärker engagierten, sei die Chance auf einen Erfolg größer, sagte Voigt im DeutschlandRadio Berlin: "Wir ringen darum, dass das passiert. Wir halten es für erforderlich."

Es stehe zwar derzeit bei den USA keine Intervention im Iran auf der Tagesordnung, aber ihm sei bewusst, dass sich die Amerikaner immer auch eine militärische Option offen hielten, sagte Voigt.

Über die künftigen deutsch-amerikanischen Beziehungen äußerte sich Voigt optimistisch. Die Zeichen stünden auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Regierung Bush. Die Gespräche im Vorfeld des Bush-Besuches hätten ergeben: "Die Schnittmengen an Gemeinsamkeiten sind erweitert worden." Deutschland sei zunehmend gefragt als "Exporteur von Stabilität und Sicherheit" und könne Erfolge bei Konfliktlösungen vorweisen.

Der Schuldenerlass für den Irak, der auf deutsch-amerikanische Initiative erfolgt sei, und die Ausbildung von Soldaten im Irak zeige, dass sich Deutschland auf die USA zu bewegt habe.




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