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29.10.2004
"Ein Stück deutscher Zukunft"
Vor 50 Jahren starb Hermann Ehlers
Von Andreas Meier
Als 1950 die Wahl eines neuen Bundestags-Präsidenten fällig wurde und die CDU den Abgeordneten Hermann Ehlers, Oberkirchenrat in Oldenburg, vorschlug, da wussten nur die Mitglieder des Haushaltsausschusses mit wem man es zu tun haben würde: Mit einem ungewöhnlich intelligenten, kenntnisreichen, energischen, tatkräftigen, fleißigen Mann. So manches Mal verließ er seine Position als Bundestagspräsident, um sich in die Debatte einzumischen. 1954 verstarb er im Alter von 50 Jahren.
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28.10.2004
Kapitalismus gleich Wohlstand durch Arbeit
Vor 300 Jahren starb der Philosoph John Locke
Von Kersten Knipp
John Locke verwarf die Vorstellung von angeborenen Ideen und bezeichnete das anfängliche Bewusstsein als leer wie ein unbeschriebenes Blatt , das erst durch Erfahrung gleichsam gefüllt wird. Der englische Philosoph erklärte Freiheit, Gleichheit und Recht auf Unverletzlichkeit von Personen und Eigentum als höchste Rechtsgüter. Seine Staatstheorie hat die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 1776, den französischen Verfassungsentwurf 1791 sowie die ganze Entwicklung des bürgerlich-liberalen Verfassungsstaates bis heute maßgeblich beeinflusst.
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27.10.2004
"Das Bayreuth des Kurzfilms"
Vor 50 Jahren beginnen die ersten "Westdeutschen Kulturfilmtage" in Oberhausen
Von Marli Feldvoß
Als der Oberhausener Volkshochschulleiter Hillmar Hoffmann 1954 das Kurzfilmfestival aus der Taufe hob, sollte es das geschichtlich noch junge proletarische Kohlerevier um Kultur und Bildung bereichern. Heute, fünfzig Jahre nach der Gründung ist es eine feste Größe im deutschen Kulturkalender geworden und hat sich seine besondere Atmosphäre bewahrt.
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26.10.2004
Begründer der modernen Ikonologie
Vor 75 Jahren ist der Kunsthistoriker Aby Warburg gestorben
Von Anette Schneider
Als junger Kunsthistoriker rüttelte Aby Warburg an althergebrachten Glaubenssätzen. Mit der Erforschung immer wiederkehrender Bildmotive und Zeichen begründete er die moderne Ikonologie - die Wissenschaft von der Zeichensprache der Bilder; einer Wissenschaft, die Kunst als Produkt gesellschaftlicher Verhältnisse versteht. Dieser interdisziplinäre Ansatz spiegelt sich auch in seiner berühmten Bibliothek, die Grundlage für ein fächerübergreifend arbeitendes Forschungsinstitut geworden ist. Am 26. Oktober 1929 ist Aby Warburg in Hamburg gestorben.
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25.10.2004
"Schwarzer Freitag"
Vor 75 Jahren beginnt mit dem Crash an der New Yorker Börse die Weltwirtschaftskrise
Von Barbara Jentzsch
Der 25. Oktober 1929 ist als "Schwarzer Freitag" in die Finanzgeschichte eingegangen. "Black Friday" war ein ökonomisches Pearl Harbor. Der Zusammenbruch der größten Börse der Welt beendete schlagartig die "Roaring Twenties", die in unternehmerischer Euphorie und heißem Spekulationsfieber glühenden Zwanziger Jahre. Aus der Traum vom großen, schnellen Geld, vom Anspruch auf ewigen Reichtum, auf große Vermögen auf billigen Kredit.
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24.10.2004
Politiker und Kritiker
Vor 100 Jahren wird der Politikwissenschaftler Theodor Eschenburg geboren
Von Peter Hölzle
Theodor Eschenburg hat Politik gemacht und später wurde er als Politikwissenschaftler zu ihrem scharfsinnigen Beobachter und nicht minder scharfsinnigen Kritiker. Seine Zeitungs-Kolumnen lehrten manchen Minister das Fürchten, weil sie fast immer ins Schwarze trafen und selten ohne Echo blieben. Heute vor 100 Jahren wurde er in Lübeck geboren.
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23.10.2004
Die Pariser Verträge
Vor 50 Jahren: Deutschland wird in die westeuropäische Verteidigungspolitik eingebunden
Von Matthias Rumpf
Als Bundeskanzler Adenauer am 23. Oktober 1954 aus Paris zurückkehrt, hat er die Pariser Verträge unterzeichnet und damit Deutschland nach jahrelangem und quälendem Lavieren in die westeuropäische Verteidigungspolitik eingebunden. Nach dem Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft mit einer Europaarmee soll nun die Bundesrepublik gemeinsam mit Italien als gleichberechtigter Partner in die Nato aufgenommen werden und mit der Bundeswehr einen eigenen Beitrag zur Verteidigung des Westens leisten.
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22.10.2004
1964 lehnte Jean-Paul Sartre den Literaturnobelpreis ab
Seine Unabhängigkeit sah der Schriftsteller durch den Preis gefährdet
Von Christian Linder
Am 22. Oktober 1964 verlieh die Schwedische Akademie in Stockholm dem französischen Schriftsteller und Philosophen Jean-Paul Sartre den Literaturnobelpreis. Kurz darauf lehnte Sartre den Preis ab "aus persönlichen und sachlichen Gründen". Erst später, in seiner Autobiographie "Les mots" - "Die Wörter", nahm er ausführlich dazu Stellung. Sartre sah durch die Annahme einer Auszeichnung - egal ob durch eine kulturelle Organisation des Westens oder Ostens - seine Unabhängigkeit als Schriftsteller gefährdet.
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21.10.2004
"Auf Liebe und Tod"
Vor 20 Jahren starb der Filmregisseur François Truffaut
Von Peter W. Jansen
Zwei Dutzend Filme hatte François Truffaut in rund zwei Dutzend Jahren gemacht, als er am 21. Oktober 1984, noch nicht einmal 53 Jahre alt, starb: ein bösartiger Tumor hatte diesen genialen Kopf zerfressen. In seinem Werk gibt es keinen Film, an den man sich nicht erinnern und den man nicht wieder sehen möchte. So sehr liebte er das Kino, dass er Routine niemals aufkommen ließ.
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20.10.2004
"Ich bestimmte Form und Bewegung jedes Konsonanten..."
Vor 150 Jahren wurde Arthur Rimbaud geboren
Von Hans-Jürgen Schmitt
Arthur Rimbaud kam aus einfachen Verhältnissen, der Vater war Infanteriekapitän, die Mutter eine Kleinbäuerin; das Wunderkind, das in der Schule von Charleville immer erste Preise einheimste, hatte in einem Alter, da andere gewöhnlich erst anfangen, ihre Vorbilder zu imitieren, die französische Lyrik wie kein zweiter revolutioniert. Mit 15 Jahren wurde sein erstes Gedicht in freien Versen veröffentlicht, mit 19 Jahren verstummte er für immer.
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