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18.2.2005
Grausamer Analphabet mit großem Kunstverständnis
Am 18. Februar 1405 starb der Mongolen-Herrscher Timur Tamerlan
Von Irene Meichsner
Er hinterließ seine Spuren im Orient wie im Okzident. Georg Friedrich Händel schrieb über ihn eine komische Oper, Christopher Marlowe, ein Zeitgenosse Shakespeares, das Theaterstück "Tamerlan der Große". 600 Jahre nach seinem Tod feiert die Republik Usbekistan Timur Tamerlan als ihren neuen Nationalhelden. Der Herrscher kann als eine der schillerndsten Eroberer-Figuren angesehen werden, die die Weltgeschichte hervorgebracht hat.
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17.2.2005
Am Anfang war das Chaos
Erst fünf Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik einigten sich die Länder auf Kernpunkte der Bildungspolitik
Von Karl-Heinz Heinemann
An der Zuständigkeit der Länder für die Schulen wagt heute kaum noch jemand zu rütteln. Die Mobilität der Menschen in der Republik leide unter der Kleinstaaterei, die Lebensverhältnisse entwickelten sich unterschiedlich, hieß es schon nach der Konstituierung der Bundesrepublik. Im Bundestag wurde über die Errichtung eines Bundeskultusministeriums diskutiert. Fünf Jahre nach seiner Gründung, am 17. Februar 1955, unterzeichneten die Ministerpräsidenten das so genannte Düsseldorfer Abkommen, in dem sie sich auf gemeinsame Bezeichnungen der Schulformen, die Dauer des Schuljahres und die Zensurenskala einigten.
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16.2.2005
Seit 15 Jahren dürfen linksradikale Ausländer in die USA
Von Ralf Geißler
Wer als Kommunist die USA bereisen wollte, hatte viele Jahre schlechte Karten. Seit den fünfziger Jahren galt ein Einreiseverbot. Botschaftsvertreter waren angewiesen, Kommunisten keine Visa zu erteilen. Grenzbeamte durften Verdächtige sofort wieder nach Hause schicken. Tausende mussten so wegen ihrer Gesinnung auf eine USA-Reise verzichten. Vor 15 Jahren, am 16. Februar 1990, wurde das Verbot aufgehoben. Durch den Patriot Act nach den Terroranschlägen 2001 gibt es nun dennoch wieder ein Einreiseverbot: für Islamisten.
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15.2.2005
Oper in einer operlosen Zeit
Vor 40 Jahren hatte die Zimmermann-Oper "Die Soldaten" Premiere
Von Frieder Reininghaus
Die Oper stand unter den modernen Komponisten nicht gerade in hohem Ansehen. Allein Bernd Alois Zimmermann wagte sich an ein Werk, das an die Dimensionen der im 19. Jahrhundert entwickelten Großen Oper und an ästhetische Erfahrungen der Zeit zwischen den Kriegen anknüpfte. Zimmermann wählte, als die Wellen der Auseinandersetzung über die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik hoch schlugen, das Drama "Die Soldaten" des Sturm- und Drang-Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz als Vorlage.
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14.2.2005
Aus einem kommunistischen Block wurde nichts
Vor 55 Jahren schlossen China und die UdSSR einen Freundschaftspakt
Von Georg Gruber
China und die Sowjetunion erschienen aus westlicher Perspektive während des Kalten Krieges wie enge Freunde. Heute vor 55 Jahren, am 14. Februar 1950, unterzeichneten Mao und Stalin einen Freundschafts- und Beistandspakt zwischen den beiden kommunistischen Staaten. Doch schon Ende der 50er Jahre zeigten sich erste Risse, Ende der 60er Jahre kam es sogar zu kleineren bewaffneten Auseinandersetzungen. Heute sind die Konflikte beigelegt, aus politischen wurden ökonomische Konkurrenten.
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13.2.2005
Jahrhundertprozess oder Justizirrtum?
Vor 70 Jahren wurde Bruno Hauptmann als mutmaßlicher Entführer des Lindbergh-Babys zum Tode verurteilt
Von Barbara Jentzsch
Begleitet von einer großen Öffentlichkeit ging am 13.2.1935 in den USA der so genannte Lindbergh-Prozess zu Ende. Nach elf Stunden Beratung fällten die Geschworenen den Schuldspruch: Bruno Richard Hauptmann, ein 35-jähriger, illegal aus Deutschland eingewanderter, vorbestrafter Schreiner, wurde aufgrund von Indizienbeweisen als Mörder und Entführer des Lindbergh-Babys zum Tode verurteilt. Heute jedoch glauben auch renommierte Rechtsexperten und Publizisten, dass der Prozess des Jahrhunderts mit einem Justizirrtum endete.
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12.2.2005
Vor 40 Jahren gab die Bundesregierung die Einstellung ihrer Waffenhilfe an Israel bekannt
Von Andreas Baum
Am 12. Februar 1965 beschloss das Bundeskabinett, keine Waffen mehr in Spannungsgebiete und damit an Israel zu liefern. Trotzdem drängte die Bundesrepublik, diplomatische Beziehungen zu Israel aufzunehmen. Daraufhin zogen fast alle arabischen Staaten ihre Botschafter aus Bonn zurück. Bundeskanzler Erhard hatte gespielt und verloren - er stand vor den Augen der Weltöffentlichkeit wie ein Dilettant da.
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11.2.2005
Eine neue Ära bei den Tories
Vor 30 Jahren wurde Margaret Thatcher Vorsitzende der britischen Konservativen
Von Monika Köpcke
Eigentlich sollen die für Januar 1975 angesetzten Neuwahlen bei den britischen Konservativen nur den bisherigen Vorsitzenden Edward Heath im Amt bestätigen. Doch Herausforderin Margaret Thatcher gewinnt überraschend. 1979 führt sie die Konservativen zurück in die Regierung und bestimmt elf Jahre lang als "Eiserne Lady" die Geschicke Großbritanniens.
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10.2.2005
Vor 250 Jahren starb der Schriftsteller und Staatsphilosoph Charles de Secondat Montesquieu
Von Kersten Knipp
Charles de Secondat Montesquieu wollte mit seinen Schriften zur Entwicklung des selbstbestimmten Denkens Beitragen. Montesquieu löste Mensch und Staat aus den theologischen Zusammenhängen. Die Politik verläuft nicht nach göttlichem Willen, sie ist auf das engste mit den jeweiligen historischen Voraussetzungen verknüpft. Dies gilt besonders für die Regierungsformen, denen er sein bedeutendstes Werk, den 1748 erschienenen "Esprit des lois", den "Geist der Gesetze", widmet.
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9.2.2005
Vor 195 Jahren wurde Carl Maria von Weber verhaftet
Von Xaver Frühbeis
Auf der Flucht vor Gläubigern quartierte sich der Vater von Carl Maria von Weber bei dem Komponisten ein, der als Privatsekretär des Kleinfürsten Ludwig Friedrich Alexander von Württemberg in Stuttgart sein Auskommen hatte. Ärgerlich, dass der Herr Papa 800 Gulden des Herzogs, die für den Ankauf von Pferden gedacht waren, stattdessen zur persönlichen Schuldentilgung verwendete.
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