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10.12.2004
In Berlin wird die Automobilausstellung mit dem ersten "Auto für alle" eröffnet
Vor 80 Jahren
Von Jürgen Bräunlein
Was Ford in den USA mit seinem legendären T-Modell erreicht hatte, sollte in Deutschland mit dem ersten "Auto für alle" gelingen: Für die Mittelschicht erschwingliche Autos sollten das Volk motorisieren. In Deutschland wurden zwei Modelle auf der Automobilausstellung in Berlin präsentiert.
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9.12.2004
Vor 75 Jahren wurde der Regisseur und Schauspieler John Cassavetes geboren
Ein Außenseiter der US-amerikanischen Filmwelt
Von Nicole Maisch
Cassavetes, Sohn griechischer Einwanderer, wurde 1929 geboren und wuchs in Manhattan auf. Nach einer soliden Schauspielausbildung ging er 1953 nach Hollywood. Von der dortigen Arbeitsweise enttäuscht, inszenierte er schon vier Jahre später selbst. Bereits "Shadows", seine erste Regiearbeit, war ein Faustschlag gegen das klassische Erzählkino. Ab den 60er Jahren dann nutzte der Außenseiter der Filmwelt das System Hollywood nur noch, um als Schauspieler das Geld zu verdienen, das er für seine freien Produktionen brauchte.
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8.12.2004
Papst Pius IX. verkündet das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Marias
Vor 150 Jahren
Von Peter Hertel
Beim päpstlichen Dogma zur Unbefleckten Empfängnis geht es nicht, wie viele meinen, um Sex, sondern eigentlich ging es Papst Pius IX um Macht. Denn er verkündete das Dogma, das die Freiheit von Erbsünde der Jungfrau Maria meint, als Versuchsballon, als Vorbereitung auf ein weiteres päpstliches Dogma. Denn mit dem folgenden Unfehlbarkeits-Dogma erreichte der Papst den Höhepunkt seiner Macht.
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7.12.2004
Das Deutsche Rote Kreuz erhält Bundesmittel für eine zentrale Vermissten-Suchkartei
Vor 50 Jahren
Von Georg Gruber
Rund 30 Millionen Deutsche wurden durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs auseinander gerissen. Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes bemühte sich bereits kurz nach Kriegsende, das Schicksal der Gesuchten aufzuklären und Familien wieder zusammenzuführen. Doch aus Geldmangel fand lange Zeit kein Abgleich der Suchkarteien an den unterschiedlichen Standorten statt. Erst 1954 wurden für diese Aufgabe Bundesmittel zur Verfügung gestellt.
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6.12.2004
Präsident Roosevelt ergänzt Monroe-Doktrin
Vor 100 Jahren bekräftigte der Zusatz das Interventionsrecht der USA in allen Ländern Lateinamerikas
Von Barbara Jentzsch
Die Monroe Doktrin beschreibt die Neutralität und Politik des Nicht-Einmischens in die europäischen Angelegenheiten. Sie verlangt im Gegenzug keine Einmischung der Europäer auf dem amerikanischen Kontinent - also ein Ende der Kolonisierung durch europäische Mächte. "Amerika den Amerikanern" war die Kurzschrift für die Monroe Doktrin. Doch der von Theodore Roosevelt berühmt gewordene Zusatz stellte die Doktrin auf den Kopf und machte klar, dass die Vereinigten Staaten sich in Lateinamerika einmischen sollten.
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5.12.2004
Die Säulen der Werbung
Ernst Litfaß erhält vor 150 Jahren die Genehmigung, in Berlin 150 "Annonciersäulen" aufzustellen
Von Klaus Kühnel
Den Berliner Buchdrucker Ernst Litfaß störte bei einem Besuch in London, dass sämtliche Gebäude mit Plakaten und Zetteln zugeklebt waren. Ähnlich sah es in seiner Heimatstadt aus. Abhilfe und ein gutes Geschäft für Litfaß boten die von ihm entworfenen "Annonciersäulen". Vor 150 Jahren erhielt er die Genehmigung, 150 der nach ihm benannten Säulen aufzustellen. Nur dort sollte fortan geworben und geklebt werden.
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4.12.2004
Vor 30 Jahren besucht Jean-Paul Sartre Andreas Baader in Stammheim
Von Oliver Tolmein
Als Jean-Paul Sartre den deutschen Stadtguerillero und RAF-Mitbegründer Andreas Baader am 4. Dezember 1974 für eine Stunde in seiner Zelle im Hochsicherheitsgefängnis in Stuttgart-Stammheim besuchen durfte, kochten die Emotionen in Deutschland hoch. Gegen den Willen des Generalbundesanwalts Siegfried Buback hatte das Oberlandesgericht Stuttgart den Besuchsantrag Sartres, einem der berühmtesten zeitgenössischen Denker, nach mehreren ablehnenden Entscheidungen schließlich bewilligt. Sicherheitsbedenken, begründete das Gericht die Erlaubnis, gäbe es keine.
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3.12.2004
Menetekel und Skandal für die Industriegesellschaft
Die Giftgaskatastrophe im indischen Bhopal kostete vor 20 Jahren
Von Anselm Weidner
Das Gift ist in der Nahrungskette. Noch immer werden missgebildete Kinder geboren. Die Menschen klagen über Kopfschmerzen, Augenleiden, Verdauungsprobleme. Viele Frauen sind unfruchtbar, berichtet Matthias Wüthrich von Greenpeace Zürich. Gerade ist er aus der zentralindischen 1,3-Millionenstadt Bhopal zurückgekommen, dem Ort, wo vor 20 Jahren der schwerste Unfalls in der Geschichte der chemischen Industrie passiert. In der Nacht zum 3. Dezember 1984 war vier Stunden lang Methylisocyanat, ein hochgiftiges Gas aus einer Anlage zur Herstellung von Pestiziden des US-Chemiekonzerns Union Carbide Corporation ausgeströmt.
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2.12.2004
McCarthys Kommunisten-Hatz
Vor 50 Jahren rügte der US-Senat das Vorgehen McCarthys bei seinen Verhören angeblicher Kommunisten
Von Ralf Geißler
Anfang der 1950er Jahre herrschte in den USA eine diffuse Angst vor Kommunismus. Das gegenseitige Hochrüsten der beiden Machtblöcke schürte das Misstrauen gegen mögliche Spione auf beiden Seiten. Der republikanische Senator Joseph McCarthy nutzte diese Stimmung und rief den Ausschuss für unamerikanische Umtriebe ins Leben. Dieses Gremium hatte bereits in den dreißiger und vierziger Jahren vor allem Künstler und Intellektuelle kommunistischer Umtriebe beschuldigt. McCarthy übernahm einfach die Methoden dieses Ausschusses und spitzte sie noch einmal zu.
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1.12.2004
Vor 20 Jahren nahm das Satellitenfernsehen 3sat den Sendebetrieb auf
Nur 8000 Haushalte konnten das das öffentlich-rechtliche Kulturprogramm zunächst empfangen
Von Hartmut Goege
1984 war medienpolitisch ein revolutionäres Jahr. Einerseits startete die Ära des Privatfernsehens, andererseits fielen durch die neue Satellitentechnik räumliche Grenzen. Erstmals waren Zuschauer theoretisch in ganz Europa mit einem Fernsehsignal erreichbar. Doch lediglich 8000 Haushalte waren anfangs technisch im Stande im Ludwigshafener Kabelpilotprojekt das neue sechsstündige werbefreie 3sat - Programm aus Mainz zu sehen. Fünf Jahre später waren es schon sieben Millionen.
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