KopfNuss
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Montag bis Freitag • 10:10
19.10.2004
Redewendungen
Von Georg Gruber und Ingo Kottkamp

Helmut Kohl: "Es wird niemand schlechter gehen, aber vielen besser ..."

Enttäuschte Hoffnungen, auch auf solche Situationen passt die gesuchte Redewendung.

Man kann förmlich zusehen, auf verlorenem Posten, wie die Erwartungen und Hoffnungen zerfließen.

Ja, ja, das Leben, es ist ein langer brauner Fluss.

Was hast Du denn?

Wenn's wahr ist ...

Deprimiert?

Naja ...

Warum?

Siehst Du, dahinten, was da schwimmt?

Ne, kanns nicht erkennen

Jetzt sind sie weg.

Die heute gesuchte Redewendung stammt aus dem Berufsleben.

Aus der mittelalterlichen Welt der Gerber: Einmal nicht konzentriert bei der Arbeit, und alles ist umsonst.

Sie fand auch Eingang in die Literatur, zum Beispiel bei Theodor Fontane.

Aber auch in der heutigen Umgangssprache ist die Redewendung durchaus geläufig, nicht nur, wenn Hoffnungen zerrinnen.

Wenn man merkt, wie einem eine Entwicklung entgleitet.

Wenn's eng wird, wenn man verzweifelt versucht, zu retten, was noch zu retten ist.

Aber eigentlich nichts mehr geht.

Denn meist lässt sich der Gang der Dinge nicht mehr so einfach stoppen oder umdrehen.

Alles ist im Fluss.

Da hilft nur: aufpassen. Denn: weg ist weg.
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