KopfNuss
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Montag bis Freitag • 10:10
16.11.2004
Redewendungen
Von Georg Gruber und Ingo Kottkamp

Jetzt müsste der Pass kommen, Tor, Tor, Tor.

Sieger werden geliebt.

Schumacher: Das Rennen gewinnen, das ist das eigentliche Ziel, das eigentliche Ziel.

Gottgleich, emporgehoben, wie nicht von dieser Welt.

Verlierer haben es schwerer, sie werden schnell verstoßen, bekommen bestenfalls noch ein paar aufmunternde Worte, von einem anderen Verlierer, der selbst gerade erst das Handtuch geworfen hat, weil er seine Truppe nicht richtig in den Griff bekam:

Schröder (nach Völlers Rücktritt): "Der Aufbau einer Nationalmannschaft, die vorne mitmischt, das muss jetzt im Vordergrund stehen."

Angela Merkel (nach Rücktritt Schröders von Partei-Vorsitz): "Dieser Tag ist ein Tag des Scheiterns des Bundeskanzler Schröder."

Wer solche Gegner hat, braucht seine Freunde nicht mehr zu fürchten. Oder doch?

Angela Merkel: "Es ist der Anfang vom Ende dieses Bundeskanzlers."

Weibliche Intuition

oder Prognosenhörigkeit?

Aber Vorsicht: die Vorsitzende könnte sich irren.

Angela Merkel: "Ich habe den Eindruck, dass sich der Bundeskanzler langsam zu einer Gefahr für die Bundesrepublik Deutschland entwickelt."

Totgesagte leben länger. Manche, die schon scheinbar unrettbar abgeschlagen hinten oder am Boden liegen, sind auf einmal wieder da.

Davon handelt die gesuchte Redewendung, die häufig verwendet wird, vielleicht auch, weil sie so schön bildlich ist.

Ein mythisches Tier kommt darin vor,

von dem schon Hesiod um 700 vor Christus berichtet,

das sich im Feuer verbrennen lässt, um verjüngt ins Leben zurückzukehren.

Gerhard Schröder: "Rudolf, ich bin stolz, mit Dir arbeiten zu können."

Allerdings, nicht alle, die hoch oben waren und tief fallen, kommen wieder.
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