KopfNuss
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24.9.2004
O-Ton-Rätsel

"I don't come easy", recht hatte er mit diesem Song, geschenkt wurde ihm nichts im Leben. Richard Starkey, genannt Ringo Starr, am 7. Juli 1940 in Liverpool geboren, war und wird auch immer einer der Fab Four, der Beatles bleiben - doch, Ringo war, für viele Fans, immer nur das fünfte Rad am Wagen der vier Pilzköpfe aus Liverpool.

1962, nach der Rückkehr der Beatles aus Hamburg, dem Ausscheiden von Stuart Sutcliff und Pete Best, kam Richard Starkey als Schlagzeuger zu den verbliebenen drei und vervollständigte das Quartett. Was folgte ist längst Legende und Popgeschichte. Die Beatlesmania überrollte die Welt und selbst Elvis Presley musste sich den vier britischen Musikern geschlagen geben.

Die Auflösung der Beatles, 1970, traf Ringo vielleicht am stärksten. Paul, der Mädchenschwarm wandelte bereits auf Solopfaden, John, der Zyniker, strebte zusammen mit seiner Yoko nach dem Weltfrieden, George, der Mystiker, suchte sein Heil in Indien und der Meditation, nur Ringo, der ewige Clown, stand scheinbar da wie ein begossener Pudel.

Seine ersten Solo-Versuche waren damals wohl gelitten, nur leider nicht mit Erfolg gekrönt. Seine "Sentimental Journey" mit Lieblingsliedern seiner Eltern, sein "Beaucoups of Blues"-Ausflug nach Nashville, Tennessee, floppten und erreichten erst Jahre später, den ihnen gebührenden Wertestatus.

Ringo versucht sich im Film und die Kritiker bescheinigen ihm Talent. Doch die Musik lässt ihn nicht los. 1972 erscheint "Back of Boogaloo", ein Jahr später die Lp "Ringo". Es folgen "Goodnight Vienna" und 1977 "Ringo the Fourth". Er schwimmt zwischen allen Stilen. Die Fans halten ihm zwar die Treue, die Kritiker aber verreißen seine Werke. Da ist von Schlagern die Rede, ausdruckloser Stimme und seichtem Gewabere.

Doch was kümmert den Erfolgreichen das Gezeter der Kritiker, seine Nummer 1-Hits geben ihm recht.

Ende der 70er Jahre heiratet er die Schauspielerin Barbara Bach, wird Gast bei TV-Shows, glänzt mehr durch Abwesenheit in der Öffentlichkeit und hat gesundheitliche Probleme. Nach einer Alkohol-Entziehungskur tritt die Wende 1989 ein. Er geht auf seine erste Solo-Tour und das 1992 erscheinende Album "Time Takes Time" schafft es wieder in die Charts.

Ringos neues Projekt, das bis heute Bestand hat, ist seine All-Star Band. Todd Rundgren, Peter Frampton, Jack Bruce, Ozzy Osbourne, Brian Wilson, Steven Tyler, Alanis Morissette, Paul McCartney, George Harrison, Eric Clapton, David Gilmour, Willie Nelson und Van Dyke Parks sind nun an seiner Seite - und Ringo rockt, wie in alten Zeiten.
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