KopfNuss
KopfNuss
Montag bis Freitag • 10:10
1.11.2004
Hörer-Frage
Von Gerrit Stratmann

Warum knurrt der Magen, wenn man Hunger hat?

Bei Hunger wird der Magen aktiv. Das grummelnde Geräusch entsteht, weil der Magen sich zusammenzieht und dabei Luft und Magensaft vermengt.

Hunger - ist der erste Gedanke, wenn der Magen knurrt. Dabei knurrt es nicht nur, wenn der Magen leer ist. Der Hohlraum klingt nur lauter, wenn er nicht gefüllt ist. Aber selbst ein leerer Magen ist niemals völlig leer. Etwas bleibt immer drin, nämlich Luft und Magensaft.

Der Magen merkt über Rezeptoren, wenn er nicht mehr gefüllt ist und startet nach ein paar Stunden eine Muskelaktivität, über die er signalisiert, dass es Zeit für neue Nahrungsaufnahme wäre. Der Magen ist im Wesentlichen ein sackförmiger Muskelschlauch und als solcher ein sehr bewegliches Organ. Er zieht sich während seiner Arbeit in peristaltischen Bewegungen zusammen, die, wenn kein Nahrungsbrei vorhanden ist, nur Luft und Magensäure durcheinander wirbeln. Peristaltische Bewegung bedeutet, der Magen verengt sich ringförmig an einer Stelle, und diese Verengung wandert Richtung Darm. Luft und Flüssigkeit werden durch die verkleinerte Öffnung dieser Verengung und auch in den Darm hinein gepresst und das Ergebnis ist - ein kollernder Magen.

Aber nicht alle Geräusche kommen aus dem Magen. Auch der Darm meldet sich bisweilen, allerdings eher nach dem Essen, wenn der Nahrungsbrei glucksend durch die Darmschlingen transportiert wird, ebenfalls mit Hilfe der Peristaltik des Darms. Und auch wenn manch einer diese Geräusche in der Öffentlichkeit als peinlich empfindet, sie sind eigentlich ein gutes Zeichen: Magen- und Darmgeräusche deuten auf eine funktionierende Muskelaktivität hin und sind damit ein Indiz für eine gesunde Verdauung.
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