KopfNuss
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Montag bis Freitag • 10:10
4.1.2005
Redewendungen
Von Georg Gruber und Ingo Kottkamp

Die folgenden drei Herren tragen einen großen Namen.

Der eine …

Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren.

… versucht gerade ein bisschen von dem zurückzubekommen, was er schon einmal hatte.

Es war ein schwerer Fehler zu sagen, niemand wird auf etwas verzichten müssen.

Der andere spricht am beredtesten mit seinen Händen.

Er kommt aus Amerika, und viele Jazzfans lieben seinen eleganten Ton und seine Virtuosität.

Der Letzte ist eine Romanfigur. Zwischen den beiden Weltkriegen geboren, war sein dritter Geburtstag ein entscheidender Tag.

Ich wollte von jetzt an keinen Fingerbreit mehr wachsen. Für immer der dreijährige, der Gnom bleiben.

Was er in die Tat umsetzte: jeden, der seinen Eigensinn brechen wollte, antwortete er mit einem nicht nur markerschütternden Schrei.

Komm mein Junge, gib mir mal die Trommel.

Auf diese drei höchst unterschiedlichen Herren wird die heutige Redewendung bezogen.

Eine Redewendung, die man vor allem der Berliner Schnauze zuschreibt, ...

... von der aber gar nicht bekannt ist, wie und wann sie entstanden ist.

Aber ist er ...

… wirklich ein impertinenter, schwer erziehbarer Bengel?

Auf jeden Fall.

Und ist er hier ...

Sie werden auf einiges verzichten müssen.

... besonders unverschämt?

Naja, hängt von der Sichtweise ab.

Und wie ist es mit ihm?

Ein dreister Lümmel?

Wohl kaum.

Man sieht also: nicht jeder Redewendung kann man trauen, denn:

Nomen ist nicht immer Omen.
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