KopfNuss
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Montag bis Freitag • 10:10
11.1.2005
Redewendungen
Von Georg Gruber und Ingo Kottkamp

Es gibt so Leute, jeder kennt sie. Sie sind sowas von sich überzeugt.

Was ich besonders gut kann, ist Kochen. Italienisch. Den Parmesan kauf ich am liebsten selbst, vor Ort, wenn ich in Verona in der Oper bin, nehm ich mir einfach ein Pfund mit.

Sie denken, sie können alles. Alles ist immer absolut perfekt.

Auch meine Tochter - also ich staune selbst jeden Tag, was die schon alles kann. So eine schöne Persönlichkeit - und jeder mag sie. Naja, auch wenn sie beißt und kratzt, das ist ganz normal für Kinder in dem Alter, selbstbewußt halt, sie weiß sich durchzusetzen.

Im Berufsleben haben sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Und kommen meist sogar ziemlich weit nach oben damit.

Das machen wir so, das klappt, da gibt's keinen Zweifel. Kein Aber. An die Arbeit.

Fehler machen sie grundsätzlich keine, sie merken es noch nicht einmal, wenn durch ihre Schuld was schief läuft.

Was macht man da? Man würde am liebsten handgreiflich - darum geht es in der gesuchten Redewendung. Übertragen heißt sie:

Jemand nachdrücklich auf etwas hinweisen

Hinweisen auf etwas, das so deutlich ist, dass es eigentlich jeder selbst sehen müsste. Weil nicht, muss nachgeholfen werden.

So wie bei jungen Hunden, wenn sie stubenrein werden sollen.

Nicht immer führt das allerdings zum gewünschten Ergebnis: Zur Einsicht. Denn die gesuchte Redewendung steht in den meisten Fällen nicht gerade für den feinsten Umgangston. Da wird ganz gern die Stimme laut.

Man kann es aber auch ganz diplomatisch einfädeln. Und kommt auch zum Ziel - ohne dass es der andere in jedem Fall erkennt.

Ah, ja, das ist aber eine gute Idee! Nur so kann man das natürlich nicht umsetzen, aber fast, ich erklär's Ihnen mal, das machen wir jetzt so ...
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