KopfNuss
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Montag bis Freitag • 10:10
17.1.2005
Hörer-Frage

Warum verfolgen Hunde eine Duftspur im Zick-Zack?

Hunde schnüffeln immer wieder mal abseits einer Duftspur, um heraus zu bekommen, wo die Duftkonzentration am größten ist.

Durch das Hin- und Herschnüffeln stellt die Hundenase fest, in welcher Richtung ein Duft intensiver oder schwächer wird. Sie verfolgt die zu- oder abnehmende Konzentration eines Geruches in die ein oder andere Richtung. Erst diese Unterschiede in der Duftkonzentration weisen dem Hund den Weg einer Fährte. Da eine Duftspur nicht überall gleich intensive Marken hinterlässt, bleibt dem Hund nichts anderes übrig, als immer wieder die Intensität einer Spur zu bestimmen, indem er im Zick-Zack links und rechts die Änderungen der Duftkonzentration registriert und dem Pfad der größten Intensität folgt.

Dadurch schlängelt sich seine Nase immer wieder um die Duftspur herum, oder er läuft sogar im Zick-Zack, um die Spur immer wieder zu kreuzen. Diese Strategie verhindert außerdem, dass sich seine Nase an den Geruch gewöhnt.

Hundenasen sind für ihre Riechleistungen bestens ausgestattet. Im Gegensatz zur menschlichen Nase mit ihren etwa fünf Millionen Riechzellen, verfügt eine Hundenase je nach Rasse über weit mehr als 200 Millionen Riechzellen, verteilt über ein Areal, das etwa 40 mal so groß ist, wie bei uns. Damit können insbesondere Jagdhunde geringste Mengen an Duftstoffen aufspüren, die am Boden haften oder in der Luft liegen. Selbst in stark duftenden Umgebunden riechen sie problemlos einzelne Duftnoten heraus. Das Duftbild einer Umgebung ist dabei für sie sogar wichtiger als das optische Abbild.

Wegen ihrer erstaunlichen Fähigkeiten werden sie deshalb auch als Rettungshunde, Drogenfahnder oder Minensucher eingesetzt.

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