KopfNuss
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2.2.2005
Akustische Postkarte
Von Michael Genähr

Michael hat eine Postkarte von Peter bekommen, der eine Stelle beim Goethe-Institut bekommen hat. Er lernt gerade Russisch in einer Stadt, die durch eine Treppenszene berühmt wurde.

Lieber Michael!

Nun sollst Du als erster mal einen Kartengruß von mir bekommen. Ich absolviere hier seit Mitte Januar einen vierwöchigen Intensivkurs Russisch. Du wunderst Dich vielleicht, warum ausgerechnet hier, aber in dieser Stadt wird vorwiegend Russisch gesprochen.

Die Kursteilnehmer sind fast ausschließlich Geschäftsleute aus Westeuropa. Meine Kosten werden vom G-I übernommen. Es kündigen sich nämlich aufregende Veränderungen für mich an, aber die sind noch nicht spruchreif.

Jedenfalls genieße ich die Büffelei und die Stadt bietet genug, um sich zwischendurch zu erholen oder geistig abzuschalten. Das Stadtzentrum, der Stadtpark und das Meer sind nicht weit und deshalb zu Fuß zu erreichen. Das Flair erinnert irgendwie an Marseille.

Tagsüber bin ich fast ausschließlich in der Schule, einem frisch renovierten, historischen Gebäude. Abends muss ich meist noch pauken. Immerhin war ich schon auf der Potemkinschen Treppe, die Du auf der Vorderseite siehst. Du als alter Cineast kennst sie ja bestimmt aus Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin".

Vielleicht klappt es ja sogar noch mit einem Besuch in der Staatsoper. Die soll mal zu den bedeutendsten in Europa gehört haben. Eine Dozentin von uns will sich um Karten bemühen.

Das Meer ist natürlich um diese Jahreszeit tabu, obwohl die Strände sehr schön sein sollen.

Machs gut mein Lieber und wenn alles gut geht, kannst Du mich demnächst an meiner neuen Arbeitsstelle besuchen.

Liebe Grüße!
Peter
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