KulturNachrichten
KulturNachrichten
Montag bis Donnerstag in der OrtsZeit • 18:40
18.8.2004

Die öffentlich finanzierten Theater- und Konzerthäuser in Deutschland haben in der Spielzeit 2002/2003 ein deutliches Plus bei den Besucherzahlen verzeichnet.
Der Deutsche Bühnenverein teilte in Köln mit, rund 35 Millionen Menschen hätten sich die diversen Aufführungen und Konzerte angesehen und angehört. Dies sei eine Viertelmillion mehr als in der vorangegangenen Saison. Damit sei das Einspielergebnis von rund 13 auf etwa 16 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 235 Kultureinrichtungen befragt.

Das Nolde-Museum im schleswig-holsteinischen Seebüll wird ausgebaut.
Nach Angaben von Stiftungsdirektor Manfred Reuther sind Gesamt-Investitionen von insgesamt fünf Millionen Euro vorgesehen. Zudem sei die Eröffnung einer Dependance in Berlin geplant. Ministerpräsidentin Simonis sagte, damit entstünde in der Hauptstadt ein attraktives kulturelles Schaufenster des Museums. - Emil Nolde zählt zu den führenden Malern des Expressionismus und gilt als einer der großen Aquarellisten des 20. Jahrhunderts.

Die Schauspielerin und Brecht-Interpretin Gisela May ist mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden.
Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit übergab der 80-Jährigen die Auszeichnung im Roten Rathaus. Frau May erhält das Bundesverdienstkreuz für ihr Gesamtwerk. Sie spielte unter anderem am Deutschen Theater in Berlin und war Mitglied des Berliner Ensembles. Die Künstlerin galt als kulturelles Aushängeschild der ehemaligen DDR. Mit ihrer Rolle in der ARD-Serie "Adelheid und ihre Mörder" wurde sie auch einem breiten Fernsehpublikum bekannt.

Der Schriftsteller Günter Grass hat eine schrittweise Rücknahme der Rechtschreibreform gefordert.
Die Kultusministerkonferenz habe etwa mit den Regelungen zur Getrennt- sowie der Groß- und Kleinschreibung viele irrationale Entscheidungen getroffen, sagte Grass im Nordwestradio.
Der Gründer der Initiative "Wir gegen die Rechtschreibreform", Friedrich Denk, meinte in einem Interview mit dem Hamburger Magazin "Stern", bei einer Rücknahme würde ein Ruck durch Deutschland gehen. Es seien bundesweit noch immer viele Lehrer gegen die Neuregelung.

Das für Oktober geplante erste internationale Theaterfestival in der afghanischen Hauptstadt Kabul soll später stattfinden.
Das Goethe-Institut teilte in München mit, durch die Verschiebung der Präsidentschaftswahl auf den Herbst könnte die Veranstaltung beeinträchtigt werden. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. An dem Festival wollen Theatergruppen unter anderem aus Deutschland, Frankreich, dem Iran und Afghanistan teilnehmen.

Der deutsche Schauspieler Heinz Frölich, ältestes Mitglied des Wiener Burgtheater-Ensembles, ist tot.
Wie das Theaterbüro mitteilte, starb Frölich bereits am vergangenen Samstag im Alter von 96 Jahren in der österreichischen Hauptstadt. Zuletzt stand er in Andrea Breths Inszenierung des Schiller-Dramas "Maria Stuart" auf der Bühne. Fröhlich spielte 1998 unter anderem in Einar Schleefs Inszenierung von Elfriede Jelineks "Sportstück".




-> KulturNachrichten
-> weitere Beiträge