KulturNachrichten
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19.8.2004

Der amerikanische Filmkomponist Elmer Bernstein ist tot.
Wie seine Agentin mitteilte, starb der Oscar-Preisträger im Alter von 82 Jahren in seinem Haus in Kalifornien.
Insgesamt war er 14 Mal für diese Auszeichnung nominiert, darunter mit der Musik zu den Filmen "Wer die Nachtigall stört", "Die zehn Gebote", "Die glorreichen Sieben". Den Oscar erhielt er allerdings nur einmal, 1967 für die Musik zu "Modern Millie". Filmgeschichte schrieb Bernstein, als er 1955 für den Film von Otto Preminger "Der Mann mit dem goldenen Arm" als einer der ersten Jazz für die Filmmusik einsetzte.

Mit einem Gedenkkonzert für die Opfer des Nationalsozialismus wird morgen das Kunstfest in Weimar eröffnet.
Die Veranstaltung begründe ein neues jährliches Ritual für das Festival, sagte die künstlerische Leiterin Nike Wagner. Unter dem Motto "pélerinages", auf Deutsch "Wanderschaft", stehen bis zum 19. September insgesamt 59 Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Gesprächsrunden und Theateraufführungen auf dem Programm.
Inhaltlicher Schwerpunkt sind Kompositionen von Franz Liszt, der Weimar in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem musikalischen Zentrum von europäischem Rang gemacht habe, betonte Nike Wagner. Aufgeführt werden aber auch Kantaten von Johann Sebastian Bach. Zu den Gästen der Gesprächsrunden gehören der Dichter Durs Grünbein, der ungarische Autor Peter Esterházy und Literaturnobelpreisträger Imre Kertész.

Wegen Finanzmangels sind die Uffizien in Florenz von der Schließung bedroht.
Der italienische Kulturminister Urbani sagte dem Mailänder "Corriere Della Sera", der Haushalt sehe für das kommende Jahr im Kulturbereich Kürzungen von 25 Prozent vor. Die geplanten Einsparungen bedrohten den Erhalt von weiteren Museen und Ausgrabungsstätten. Die Uffizien, die als eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt gelten, hatten im vergangenen Jahr 500.000 Euro Schulden.

In Südbaden ist eine 18.000 bis 22.0000 Jahre alte Speerspitze aus Kreidefeuerstein entdeckt worden.
Nach Angaben des Freiburger Landesdenkmalsamtes fand ein Mitarbeiter das Stück in der Nähe von Ihringen. Die altsteinzeitliche Speerspitze sei 7,6 Zentimeter lang und 2,4 Zentimeter breit. Bisher habe es Funde dieser Art nur in Frankreich und Nordspanien gegeben. Vermutlich sei die Speerspitze bei einem Jagdausflug verloren gegangen.

Der Dresdner Maler und Grafiker Dieter Goltzsche vermacht einen großen Teil seines künstlerischen Werks der Berliner Akademie der Künste.
Es sei die bisher umfangreichste Schenkung im Bereich bildende Kunst, erklärte die Akademie. Das Archiv des 1934 in Dresden geborenen Künstlers enthalte je ein Blatt seiner gesamten Druckgrafik, ein Konvolut von wenigstens 100 Pastellen, Tempera-Arbeiten, Aquarellen und Zeichnungen, mindestens 15 Skizzenbücher sowie Originalplakate. Außerdem vermache er Briefe mit Künstlern und Schriftstellern wie Sarah Kirsch, Renate Lepsius und Roland Rittig.
Goltzsche studierte von 1952 bis 1957 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, wurde danach Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin. Seit 1990 ist er dort auch Mitglied.

Mit zwei großen Ausstellungen und vielen weiteren Veranstaltungen wird im kommenden Jahr in Friedrich Schillers Geburtsstadt Marbach am Neckar der 200. Todestag des Dichters begangen.
Wie die Deutsche Schillergesellschaft mitteilte, planen sowohl das Schiller-Nationalmuseum als auch das Deutsche Literaturarchiv ein umfangreiches Programm. Den Auftakt macht in Marbach die Sonderausstellung "Götterpläne und Mäusegeschäfte", die vom 23. April bis 9. Oktober 2005 zu sehen ist. Die Kuratoren wollen den Zwiespalt Schillers zwischen künstlerischen Ideen und dem täglichen Kampf ums Überleben als Familienernährer zum Thema machen.
Schiller wurde am 10. November 1759 geboren und starb am 9. Mai 1805 in Weimar. Seine Werke zählen zu den bedeutendsten Texten deutscher Sprache.






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