KulturNachrichten
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23.8.2004

Der Schiefe Turm von Pisa ist nach Einschätzung von Experten für die nächsten 300 Jahre gerettet.
Auf einem Fachkongress am Wochenende stellten Geologen und Ingenieure fest, dass die elfjährige Sanierung, die rund 25 Millionen Euro kostete, erfolgreich war. Der Neigungswinkel des Glockenturms konnte um ein halbes Grad oder um 40 Zentimeter auf 4 Meter 10 reduziert werden.

Nach dem Guggenheim Museum in New York und der Tate Gallery in London gründen nun auch die beiden großen Pariser Museen Centre Pompidou und Louvre Außenstellen.
Voraussichtlich Anfang 2007 wird die lothringische Stadt Metz die 45 Millionen Euro teure Pompidou-Dependance eröffnen. Zu den Städten, die für die Louvre-Zweigstelle in die engere Wahl gekommen sind, gehören Valenciennes, Lens, Arras, Calais, Boulogne und Amiens. Beide Projekte sind Teil der schon seit Jahren angestrebten kulturellen Dezentralisierung Frankreichs.

Die mehr als 500 Jahre alte Erfurter Domglocke Gloriosa wird mit einer Gedenkmedaille geehrt.
Wie das Bistum heute mitteilte, ist der Verkaufsstart für die limitierte Erstauflage von 200 Exemplaren am 9. September. An diesem Tag wird die weltweit größte freischwingende mittelalterliche Glocke wieder in den Mittelturm des Domes gehoben. Sie befindet sich gegenwärtig zur Reparatur in einer bayerischen Spezialwerkstatt. Die Kosten dafür sollen durch den Medaillen-Verkauf mit abgedeckt werden.

Der selbsternannte "Rat für deutsche Rechtschreibung" hat weitere prominente Ehrenmitglieder für sich gewinnen können.
Wie die Protestinitiative heute bekannt gab, haben unter anderen ihre Unterstützung zugesagt: Vicco von Bülow, Hans Magnus Enzensberger, Günter Grass, Thomas Hürlimann, Siegfried Lenz und Marcel Reich-Ranicki. Als erste gemeinsame Aktion ist am 23. September eine Großveranstaltung im oberbayerischen Weilheim geplant unter dem Motto: "Für die Einheit der Orthographie". Die Protestinitiative spricht den Kultusministern das Recht ab, eine weitere Kommission zu berufen, deren einzige Aufgabe es nur sein könne, das offenkundige Scheitern der Rechtschreibreform hinauszuzögern.
In Wien trafen sich unterdessen Vertreter Deutschlands, der Schweiz und Österreichs, um ein Konzept für die Arbeit des offiziellen Rates für deutsche Rechtschreibung zu erstellen. Seine Einsetzung hatte die Kultus-ministerkonferenz Anfang Juni beschlossen.

Der Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt, Max Hollein, hat den Raub der weltberühmten Gemälde "Der Schrei" und "Madonna" von Edvard Munch aus dem gleichnamigen Museum in Oslo als Schock für die gesamte Kunstwelt bezeichnet.
Im DeutschlandRadio Berlin sagte Hollein, hier zeige sich eine neue Qualität der Kriminalität im Bereich der Bildenden Kunst. Einen bewaffneten Überfall habe es in dieser Form noch nicht gegeben. Die gestohlenen Bilder seien Ikonen der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts und in Geld überhaupt nicht aufzuwiegen.
Hollein attestierte den Sicherheitsmaßnahmen von Kunstmuseen einen sehr hohen Standard. Die Häuser könnten aber genauso wie Bankfilialen niemals absolut sicher vor Überfällen und Einbrüchen sein.
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