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30.8.2004

Mit rund 170 jungen Künstlern aus aller Welt ist heute in München der 53. Internationale Musikwettbewerb der ARD gestartet.
Neben Viola, Flöte und Streichquartett steht erstmals seit zwölf Jahren auch das Fach Harfe wieder auf dem Programm der renommierten Veranstaltung, die bis zum 17. September dauert.
Den Siegern des größten deutschen Wettbewerbs für klassische
Musik winken Preise in Höhe von rund 180-tausend Euro.

Mit 15.700 Euro fördert das nordrhein-westfälische Kulturministerium in diesem Jahr Frauen in der Musik.
Wie das Ministerium heute in Düsseldorf mitteilte, werden eine 15-teilige Konzertreihe mit Werken von zeitgenössischen Komponistinnen und ein Kompositionsworkshop für den musikalischen Nachwuchs des Landes unterstützt. Mit dem 1999 ins Leben gerufenen Förderprojekt solle die aktive Beteiligung von Frauen als Komponistinnen und Dirigentinnen am Musikleben intensiviert werden, erläuterte eine Sprecherin.

Die Bayerische Staatsbibliothek hat einen Katalog ihrer jiddischen Bücher herausgegeben.
Die Bücher sind Teil einer umfangreichen Hebraica-Sammlung, die bis auf die Gründung der Bibliothek im Jahr 1558 durch Herzog Albrecht V. zurückgeht. Durch den neuen Katalog soll die Nutzung der jiddischen Bestände für Forschung und Wissenschaft erleichtert werden. Nach eigenen Angaben besitzt die Staatsbibliothek mit rund fünftausend Drucken die umfangreichste Jiddisch-Sammlung in Deutschland, in der alle Strömungen des Ostjudentums vertreten sind.

Der Maler Caspar David Friedrich, der 1840 im Alter von 66 Jahren starb, ist offensichtlich schwer depressiv gewesen.
Diesen Befund ergaben Studien von Kunsthistorikern und Psychiatern der Greifswalder Universität, die sein künstlerisches Werk und schriftliche Zeugnisse ausgewertet haben. Friedrich, ein bedeutender Vertreter der Romantik, habe mit äußerst hoher Wahrscheinlichkeit unter einer mittel- bis hochgradigen unipolaren Depression gelitten, erkannten die Forscher. Der Krankheitsverlauf mit immer wiederkehrenden Phasen und einem Suizidversuch sei nahezu klassisch gewesen.

Der niederländische Dirigent Hans Vonk ist im Alter von 62 Jahren gestorben.
Vonk leitete von 1991 bis 1997 als Chefdirigent das WDR-Sinfonieorchester in Köln. Außerdem war er in Deutschland auch bei der Staatskapelle Dresden und der Dresdener Staatsoper tätig. Wie die Familie heute mitteilen ließ, erlag Vonk in seiner Heimatstadt Amsterdam den Folgen einer Muskelschwäche-Erkrankung, die seine Aktivitäten seit Jahren zunehmend eingeschränkt hatte.
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