KulturNachrichten
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31.8.2004

Der Sammler Friedrich Christian Flick hat in Berlin im Hamburger Bahnhof die ersten Bilder seiner umstrittenen Ausstellung vorgestellt.
Vom 22. September an werden dort sieben Jahre lang 2500 Werke zeitgenössischer Kunst präsentiert. Kulturstaatsministerin Christina Weiss sprach von einer kunsthistorischen Sensation. Zur Kritik gegen das Projekt unter Hinweis auf die NS-Vergangenheit seines Großvaters sagte Flick, er werde sich auch weiterhin der Diskussion stellen. Die Ausstellung dürfe aber nicht durch eine ideologische Brille betrachtet werden.
Salomon Korn und Michael Fürst vom Zentralrat der Juden hatten den Vorwurf erhoben, die Sammlung sei mit dem Geld aus dem Flick-Vermögen der Nazi-Zeit bezahlt worden. Flicks Schwester, Dagmar Ottmann, hatte sich von der Schau öffentlich distanziert und verlangt, zunächst die Familiengeschichte von Historikern aufarbeiten zu lassen.

Die Salzburger Festspiele gehen heute Abend mit einer Aufführung von Ludwig van Beethovens 9. Symphonie mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle zu Ende.
In den vergangenen sechs Wochen hatten rund 232.000 Besucher die 178 Vorstellungen aus den Bereichen Oper, Theater und Konzert besucht. Im nächsten Jahr beginnen die Festspiele am 25. Juli. Mit dieser Spielzeit nimmt Regisseur Jürgen Flimm als Theaterdirektor der Festspiele zunächst Abschied von dem weltweit bedeutendsten Musik- und Theaterfestival. Er wird jedoch ab der Saison 2007 als neuer Intendant der Festspiele nach Salzburg zurückkehren.

Ein nahezu vergessenes Kunstwerk von Joseph Beuys ist bei Forschungsarbeiten wieder aufgetaucht.
Das teilte die Leiterin des Joseph-Beuys-Archivs im niederrheinischen Bedburg-Hau mit. Der Künstler habe die dreiteilige Arbeit "Beethovens Küche" im Oktober 1969 für den Film "Ludwig van" des Komponisten Mauricio Kagel geschaffen. Dokumentar-Bilder über das Kunstwerk sollen nun erstmals im Oktober im Schloss Moyland gezeigt werden.

Das Bundesfinanzministerium erinnert an den Dichter Eduard Mörike mit einer Sonderbriefmarke und einer 10-Euro-Gedenkmünze.
Beide erscheinen aus Anlass seines 200. Geburtstags am 9. September. Staatsminister Christoph Palmer sagte bei einer Präsentation der Briefmarke in Stuttgart, dass sich in Mörikes Werken die Charakteristik seiner schwäbischen Heimat und deren Landschaft in besonderem Maße wiederfinde.

Das Gemälde "Hochzeitstanz im Freien" von Pieter Brueghel dem Jüngeren steht zum Verkauf.
Eine Münchner Galerie als Anbieter erwartet nach eigenen Angaben einen Preis von
mindestens einer Million Euro. Das Bild soll auf einer Kunstmesse Ende September
in Niedersachsen den Besitzer wechseln. Pieter Brueghel der Jüngere lebte von
1564 bis 1638 in Brüssel.







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