KulturNachrichten
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1.9.2004

In der Berliner MoMA-Ausstellung ist heute der millionste Besucher empfangen worden.
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit begrüßte eine 19-jährige Abiturientin aus dem Schwarzwald und überreichte ihr eine Einladung in das New Yorker Museum of Modern Art.
In der Neuen Nationalgalerie werden seit Februar 200 Werke des 20. Jahrhunderts aus dem MoMA in New York gezeigt. Sie sind noch bis zum 19. September zu sehen. Es ist der bisher größte Besucherandrang bei einer Kunstausstellung in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg.

Für das New Yorker Museum of Modern Art hat die amerikanische Judith-Rothschild-Foundation zwei der jüngsten Werke des Leipziger Malers Neo Rauch angekauft.
Die Gemälde "Pfad" und "Verrat" aus dem Jahr 2003 gehören zu einer Serie von 14 Arbeiten auf Papier, die Rauch für eine Ausstellung in der Albertina in Wien malte.
Das MoMa in New York besitzt nach Angaben der Galerie bereits ein Exponat des 1960 in Leipzig geborenen und lebenden Rauch. Der Künstler ist einer der anerkanntesten Vertreter seiner Generation. Seine Werke hängen in vielen großen internationalen Museen.

Der Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg, Gijs van Tuyl, wechselt zum Stedelijk Museum nach Amsterdam.
Seine neue Stelle werde der gebürtige Niederländer am ersten Januar 2005 antreten, teilte das Kunstmuseum mit. Unter der Leitung des 1941 geborenen van Tuyl erwarb sich das vor zwölf Jahren eröffnete Wolfsburger Kunstmuseum schnell auch international einen Namen.
Das 1895 gegründete Stedelijk Museum in Amsterdam gehört zu den renommiertesten Museen moderner Kunst.

Nach dem Verschwinden von 38 antiken Schmuckstücken aus dem Ägyptischen Museum in Kairo will die Antikenverwaltung das Lager aufräumen.
Der Generalsekretär der Behörde kündigte an, dass ein 20-köpfiges Team Ordnung schaffen solle. Nach seinen Angaben sind 70 Prozent der antiken Fundstücke nicht inventarisiert. Um die 38 verschwundenen Schmuckstücke kümmert sich inzwischen die Staatsanwaltschaft.

Der internationale Kunstpreis "blueOrange" ist heute in Berlin an den belgischen Maler und Konzept-Künstler Francis Alys verliehen worden.
Die vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken vergebene Auszeichnung ist mit 77.000 Euro dotiert.
Das Geld will der Künstler, der in Mexiko-Stadt lebt, für soziale Projekte in seiner Wahlheimat spenden. Der 1959 in Antwerpen geborene Ingenieur und Architekt setzte sich immer wieder mit den sozialen Verhältnissen in Mexiko auseinander. Die Preisverleihung ist mit einer Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau verbunden. Dort ist bis zum 18. Oktober eine Video-, Raum- und Klang-Installation von Alys zu sehen.

Etwa 170 Künstler aus 30 Ländern beteiligen sich an der heute eröffneten sechsten Werkleitz-Biennale in Halle.
Nach Angaben der veranstaltenden Werkleitz-Gesellschaft gehört das Kunstfest mit Ausstellungen und Filmvorführungen, Diskussionen, Performances und Musik zu den größten Medienkunst-Festivals in Ostdeutschland. --- Es dauert bis zum Sonntag. Die Zuschauer erwartet neben einer Ausstellung mit mehr als 40 künstlerischen Beiträgen ein umfangreiches Film- und Videoprogramm.
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