KulturNachrichten
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2.9.2004

Der Deutsche Journalisten-Verband DJV hat die Haltung der Bundesregierung zum sogenannten "Caroline-Urteil" scharf kritisiert.

Das Kabinett habe mit seiner Entscheidung, dieses Urteil des Europäischen Gerichtshofes nicht anzufechten, der Pressefreiheit einen Schlag versetzt, erklärte der DJV in Berlin. In dem Urteil hatten die Straßburger Richter Prinzessin Caroline von Monaco Recht gegeben, die sich gegen den Abdruck privater Fotos gewehrt hatte.

Die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, die SPD-Abgeordnete Monika Griefahn, verteidigte die Haltung der Regierung. Die Möglichkeiten der investigativen Recherche würden auf keinen Fall eingeschränkt, sagte Frau Griefahn im DeutschlandRadio Berlin.

Der Schriftsteller Edgar Hilsenrath wird in diesem Jahr mit dem Lion-Feuchtwanger-Preis ausgezeichnet.

Dies teilte die Berliner Akademie der Künste mit. Der 1926 in Leipzig geborene Autor wurde vor allem durch seine Romane "Nacht" und "Das Märchen vom letzten Gedanken" bekannt. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis wird am 27. November verliehen.

Die Stadt Dortmund hat sich erneut für die Einrichtung eines Emil-Schumacher-Museums ins Gespräch gebracht.

Das Angebot sei weiterhin gültig, erklärte Kulturdezernent Jörg Stüdemann der 'Westfälischen Rundschau'. Die Familie des vor fünf Jahren verstorbenen Malers hatte zuvor entschieden, die Sammlung Emil Schumachers nicht wie geplant seiner Heimatstadt Hagen zur Verfügung zu stellen. Als Grund wurde die Behandlung des geplanten Museumsbaus im Kommunalwahlkampf genannt. Die Sammlung von Emil Schumacher wird auf einen Wert von rund 50 Millionen Euro geschätzt.

Das neue chinesische Nationalmuseum in Peking wird von Hamburger Architekten entworfen.

Gerkan, Marg und Partner haben den internationalen Architektur-Wettbewerb gewonnen, wie das Unternehmen in Hamburg mitteilte. Das neue Gebäude soll zwei bestehende Ausstellungen am Platz des Himmlischen Friedens zusammenfassen und mit einer Fläche von 170.000 Quadratmetern eines der größten Museen der Welt werden. Bereits in drei Jahren soll das Haus fertig sein.

Deutschland hat im Irak eine neue Bibliothek für die Germanisten der Universität Bagdad aufgebaut.

Dazu seien in der irakischen Hauptstadt 11.000 neue Bücher übergeben worden, teilte die deutsche Botschaft mit. 500 Studenten der Germanistik werden die Bibliothek zum Vorlesungsbeginn im Oktober nutzen können.

Verstärkte Anstrengungen gegen Analphabetismus in Deutschland haben die Volkshochschulen und Bildungspolitiker in Berlin gefordert.

Nach Angaben der im Bundesverband Alphabetisierung zusammengeschlossenen Fachleute haben rund vier Millionen Deutsche schwerwiegende Lese- und Schreibschwächen. Der Deutsche Volkshochschul-Verband kündigte an, er wolle sein Angebot für Betroffene in den kommenden Jahren erheblich ausweiten.







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