KulturNachrichten
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9.9.2004

Das Bundeskartellamt hat den geplanten Einstieg des Kölner Zeitungsverlags M. DuMont Schauberg beim Bonner "General-Anzeiger" untersagt.
Der Zusammenschluss hätte zur Verstärkung marktbeherrschender Stellungen auf den betroffenen Leser- und Anzeigenmärkten geführt, erklärte das Kartellamt in Bonn. Beide Verlage kritisierten die Entscheidung als "behördliche Willkür". Publizistische Vielfalt könne nur erhalten werden, wenn die wirtschaftliche Basis bestehe.
Der Verlag DuMont Schauberg, der unter anderem drei Kölner Zeitungen herausgibt, wollte Anteile von rund neun Prozent an der Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH erwerben. Im Gegenzug sollte der Bonner Verlag eine entsprechende Minderheitsbeteiligung an Dumont Schauberg erhalten. Bei den Anzeigen war eine Zusammenarbeit geplant.

Die Axel Springer AG will die Tageszeitung "Welt kompakt" bundesweit einführen.
Der Verlag teilte mit, die Tests mit der Zeitung im Tabloid-Format in Berlin und Frankfurt am Main seien erfolgreich verlaufen. Nun solle sie schrittweise in den deutschen Ballungsgebieten und Umgebung erscheinen. Heute startete der Verkauf von "Welt kompakt" im Großraum München.

Die Regisseurin Margarethe von Trotta erhält den Ehrenpreis des hessischen Ministerpräsidenten für ihr Lebenswerk.
Dies teilte Wissenschaftsminister Corts in Frankfurt am Main mit. Der zum ersten Mal verliehene Preis für die beste internationale Literaturverfilmung geht an den französischen Film "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran". Ausgezeichnet werden auch der deutsche Regisseur Marcus Mittermeier und Hauptdarsteller Jan Henrik Stahlberg für ihren Film "Muxmäuschenstill". Die weiteren Preisträger werden bei der offiziellen Verleihung am 6. Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.

Der Intendant der Kölner Philharmonie, Albin Hänseroth, ist tot.
Er erlag im Alter von 65 Jahren einem Krebsleiden, wie heute bekannt wurde. Hänseroth war bis 1999 Intendant der Hamburger Staatsoper, ehe er an den Rhein wechselte. Der Professor für Soziologie und Pädagogik der Massenmedien machte sich auch einen Namen mit UNESCO-Expertisen über das deutsche Theater- und Museumswesen.

Der Düsseldorfer Satiriker Volker Pispers bekommt den Deutschen Kabarettpreis 2004.
Der 46-Jährige stehe "mit dem Röntgenblick eines satirischen Aufklärers" für aktuelles und politisches Kabarett, hieß es in der Begründung des Nürnberger Burgtheaters. Er fordere und verstöre sein Publikum. Pispers soll den von der Stadt Nürnberg gestifteten und mit 3000 Euro dotierten Preis am 29. Januar 2005 erhalten.

Das Berliner Theater "Hebbel am Ufer" ist zum Theater des Jahres gewählt worden.
Mit einer Stimme Vorsprung vor dem Hamburger Thalia Theater siegte das von Matthias Lilienthal geleitete Haus bei der jährlichen Kritiker-Umfrage der Zeitschrift "Theater heute".
Das "Hebbel am Ufer" ist erst im Herbst 2003 gegründet worden. Es gilt als experimentierfreudige Avantgardebühne mit internationalem Anspruch.
Zu den Schauspielern des Jahres wählten die Theaterkritiker Sunnyi Melles und Thomas Dannemann.

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