KulturNachrichten
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29.9.2004

Der Bundestag in Berlin hat sich mit der Forderung nach mehr deutscher Musik im Hörfunk beschäftigt.
Bei einer Anhörung übergab eine Gruppe von Künstlern eine von 500 Musikern getragene Petition. Darin fordern die Unterzeichner eine Quote für deutschsprachige Produktionen. Bundestags-Vizepräsidentin Antje Vollmer unterstützt das Votum. Dagegen plädierte Kulturstaatsministerin Christina Weiss für eine Selbstverpflichtung der Rundfunksender. Der Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission, Gernot Romann, schloss sowohl eine Quote als auch eine freiwillige Selbstverpflichtung aus. Der Verband privater Rundfunk und Telekommunikation erklärte, die privaten Sender lebten ausschließlich vom Markt, eine Quote würde diesen Markt außer Kraft setzen.

Der senegalesische Sänger Youssou N'Dour erhält den diesjährigen Musikpreis der UNESCO und des Internationalen Musikrates.
Die Auszeichnung soll dem Künstler Ende Oktober in Aachen überreicht werden. Mit dem seit 1975 vergebenen Musikpreis werden Personen und Institutionen geehrt, die zur Weiterentwicklung der Musik und zur Verständigung zwischen den Völkern beitragen. Zu den bisher ausgezeichneten zählen Leonard Bernstein, Yehudi Menuhin und Herbert von Karajan.

Das Goethe-Institut hat einen Filmzug durch Marokko gestartet.
Das mobile Kino werde auf Strecken zwischen Tanger, Casablanca und Marrakesch unterwegs sein, teilte das Institut in Rabat mit. Der Filmzug solle tagsüber Kino für Kinder und Jugendliche auch an entlegenen Orten anbieten. Die Produktionen widmeten sich den Themen Identität, Solidarität und Umwelt. Abends würden Spielfilme wie "Good Bye, Lenin" gezeigt.

In Italien hat die "Woche der Deutschen Kultur" begonnen.
In mehreren Städten finden bis Sonntag mehr als einhundert Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen statt. Das Angebot reicht von klassischer Kunst bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten. Unter den Veranstaltern ist auch die Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom, die am Abend zu einem Orgel-Konzert mit Stücken von Max Reger eingeladen hat.

An der deutsch-polnischen Grenze soll ein neues europäisches Festival für Weltmusik stattfinden.
Es wird nach Angaben der Veranstalter in Frankfurt/Oder und der polnischen Nachbarstadt Slubice ausgerichtet. Das Festival soll jährlich den Nachwuchs und die Stars der Weltmusikszene zusammenführen. Die diesjährige Veranstaltung vom 11. bis 14. November widmet sich dem Chanson, dem HipHop und dem skandinavischen Jazzgesang.

Die "European Film Academy" ehrt in diesem Jahr die norwegische Schauspielerin Liv Ullmann für ihren Beitrag zum Weltkino.
Die Auszeichnung werde der 64-Jährigen bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises am 11. Dezember in Barcelona überreicht, teilte die Academy in Berlin mit. Liv Ullman arbeitete jahrelang mit dem schwedischen Regisseur Ingmar Bergmann zusammen. Seit 1982 führt sie selbst Regie.





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