KulturNachrichten
KulturNachrichten
Montag bis Donnerstag in der OrtsZeit • 18:40
30.9.2004

Die Kultusminister sehen die deutschen Schulen drei Jahre nach ihrem schlechten Abschneiden bei der PISA-Studie auf dem Weg zu einer grundlegenden Modernisierung.
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Doris Ahnen, sagte in Berlin, internationale Untersuchungen sowie der Blick auf andere Länder zeigten aber, dass Deutschland noch einen weiten Reformweg vor sich habe.
Die Thüringer Landtagspräsidentin Dagmar Schipanski kritisierte im DeutschlandRadio Berlin die Ankündigung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff, aus der Kultusministerkonferenz auszusteigen. Richtig sei jedoch, dass es eine Reform geben müsse, betonte die ehemalige Vizepräsidentin des Gremiums.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin wollen künftig eng mit der Frankfurter Buchmesse zusammenarbeiten.
Wie die Berlinale-Leitung mitteilte, soll damit vom nächsten Jahr an der Rechtehandel mit Filmstoffen erleichtert werden.
So könnte erfolgreichen Büchern auch der Weg auf die Leinwand geebnet werden. Buchmesse sowie Berlinale seien ideale Foren, um die internationale Entwicklung in der Literatur und im Film voranzubringen.

Der deutsche Dirigent Heinz Wallberg ist tot.
Er starb nach Angaben seiner Londoner Agentur im Alter von 81 Jahren in Essen, wo er 20 Jahre lang das Musikleben prägte. Wallberg trat in Opernhäusern und Konzertsälen in insgesamt 35 Ländern auf.

Der Europäische Kunstpreis für Außenseiterkunst geht in diesem Jahr an den Österreicher Josef Hofer.
Wie die Augustinum-Stiftung in München mitteilte, erhält der Münsteraner Robert Burda den zweiten sowie der Portugiese Florival Candeias den dritten Preis. Die mit 19.000 Euro dotierte Auszeichnung ist die einzige für geistig behinderte Künstler.

Die Veranstalter des Filmfestes Hamburg haben eine positive Bilanz gezogen.
Insgesamt hätten mehr als 30.000 Menschen das Festival besucht. Das seien etwa 3000 bis 4000 mehr als im vergangenen Jahr, sagte der Chef des Filmfestes, Wiederspiel. Insgesamt seien mehr als 130 Filme aus 39 Ländern gezeigt worden.
Die Auszeichnung der Hamburger Filmkritik, die zum ersten Mal von Journalisten vergeben wurde, geht an das dänische Werk "Brothers" von Regisseurin Susanne Bier. Den TV-Produzenten-Preis erhält die Firma "Network Movie" für den Spielfilm "Mord am Meer" von Matti Geschonneck. Zusätzlich wird die Hamburger Filmproduktion "Wüste Film" mit einem Sonderpreis bedacht. Die Auszeichnungen werden am Abend zum Ende des Filmfestes vergeben.

Das Theater Dessau befürchtet im Zuge der geplanten Finanzkürzungen Entlassungen.
Oberbürgermeister Otto sagte, die Zuschüsse des Landes Sachsen sollten ab 2005 um sieben Prozent gesenkt werden. Damit würde die Bühne jährlich 600.000 Euro weniger erhalten als bisher. In den vergangenen acht Jahren habe das Theater aber schon fast 5,1 Millionen Euro eingespart, betonte Otto.


-> KulturNachrichten
-> weitere Beiträge