KulturNachrichten
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4.10.2004

Die Hollywood-Schauspielerin Janet Leigh ist tot.
Nach Angaben einer Mitarbeiterin starb sie im Alter von 77 Jahren in ihrem Haus in Kalifornien. Janet Leigh wurde mit der Rolle eines Mordopfers unter der Dusche in dem Hitchcock-Thriller "Psycho" weltberühmt. Große Beachtung fanden auch ihre Leistungen in den Filmen "Im Zeichen des Bösen" und "Botschafter der Angst".


Verschiedene jüdische Organisationen haben Proteste gegen den Schwerpunkt "Arabische Welt" auf der Frankfurter Buchmesse angekündigt.
Unter anderem solle mit einer Mahnwache am Haupteingang darauf hingewiesen werden, dass in den arabischen Ländern demokratische Strukturen fehlten, teilten die Organisatoren mit. Zu ihnen gehört die Zionistische Organisation Deutschlands. Unterstützt werden die Aktionen unter anderem von Studentenvertretungen der Frankfurter Universität und der Fachhochschule. An der Buchmesse beteiligen sich 17 von 22 Ländern der Arabischen Liga. Rund 200 arabische Autoren und Künstler werden erwartet. Viele von ihnen leben im Exil.
Die Frankfurter Buchmesse ist von Mittwoch an für das Publikum
geöffnet. Morgen Abend findet die offizielle Eröffnungsveranstaltung mit Bundeskanzler Schröder statt.


Die Schillerstiftung ehrt drei Schriftsteller für ihre Verdienste um die deutschsprachige Literatur.
Die mit je 5.000 Euro dotierten Preise sollen am 4. November in Dresden überreicht werden, teilte die Stiftung in Weimar mit. Ausgezeichnet werden der Prosaist Reinhard Jirgl, der Lyriker und Übersetzer Gerhard Falkner sowie der aus den Niederlanden stammende Erzähler und Herausgeber Gregor Laschen.


Rund einen Monat nach dem Feuer in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek werden die ersten ausgelagerten Bücher wieder nach Weimar zurückgebracht.
Etwa 2.000 Bände sollen nach Angaben der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen morgen im Tiefenmagazin der Bibliothek eingelagert werden. Die Bücher waren nur leicht beschädigt. Sie wurden seit dem Brand im Leipziger Zentrum für Bucherhaltung aufbewahrt. Die meisten der 62.000 beschädigten Werke müssen jedoch noch aufwändig restauriert werden. Dies wird voraussichtlich mehr als dreißig Jahre dauern.
Bei dem Großbrand in der Bibliothek am 2. September waren 50.000 Bände zerstört worden.


In Hamburg werden am Abend zum zweiten Mal die Katholischen Medienpreise vergeben.
Die Auszeichnung in der Kategorie Print erhält Ariel Hauptmeier für einen Beitrag über illegale Einwanderer im Magazin der "Süddeutschen Zeitung". Tina Soliman und Torsten Lapp werden in der Sparte Elektronik für eine ZDF-Reportage geehrt. Darin geht es um den Verlust des Lebenspartners bei der Geburt eines Kindes. Der Preis ist in beiden Kategorien mit jeweils 5.000 Euro dotiert.
An der Feier im Hamburger Rathaus nehmen mehrere hundert Vertreter von Politik, Kirchen und anderer gesellschaftlicher Gruppen teil.


In Stuttgart haben die katholische und die evangelische Kirche den ersten ökumenischen Medienladen Deutschlands eröffnet.
Mit der Zusammenlegung der bisher getrennten Verleihstellen haben die Interessierten jetzt Zugriff auf 7.000 Filme, Tonträger und andere Medien. Der katholische Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, sprach von einem neuen, kreativen und kooperativen Weg im ökumenischen Miteinander. Der evangelische Landesbischof von Württemberg, Gerhard Maier, erklärte, die Nutzer hätten einen hohen Beratungsbedarf. Dies erfordere den Einsatz von kompetenten Fachleuten mit Einfühlungsvermögen.
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