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5.10.2004

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Wowereit, hat eine Rückkehr zur alten Rechtschreibung ausgeschlossen.
Den dafür erforderlichen einstimmigen Beschluss der Länder werde es nicht geben, sagte Wowereit. Er sehe zudem keinen Grund, die neuen Regeln wieder abzuschaffen, da sie an den Schulen seit längerem unterrichtet würden. Außerdem könnten unsinnige Einzelfälle auch ohne eine grundsätzliche Rückkehr zur alten Schreibweise verändert werden.
Die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Donnerstag und Freitag in Berlin über das Thema.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin und die Bundeskulturstiftung wollen künftig Filme aus Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Zentralasien fördern.

Dafür soll ein Fonds mit einem jährlichen Budget von 500.000 Euro eingerichtet werden. Der "World Cinema Fund" werde die Produktion und den Verleih von Spielfilmen und Dokumentationen unterstützen, sagte der Direktor der Berlinale, Dieter Kosslick.

In Bremerhaven wird morgen der Grundstein für ein Museum über das Schicksal deutscher Auswanderer gelegt.
Mit der Einrichtung will die Stadt nach eigenen Angaben daran erinnern, dass Millionen Menschen von Bremerhaven aus nach Amerika aufbrachen.
Die Eröffnung ist für August 2005 geplant. Das Land Bremen
investiert dafür 20 Millionen Euro.

Die privaten Haushalte in Deutschland geben für den Kauf von Büchern durchschnittlich zwölf Euro pro Monat aus.
Das sind 0,6 Prozent der gesamten Konsum-Aufwendungen eines Durchschnittshaushalts, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. In den westlichen Ländern liegt die Summe bei 13 Euro, in den östlichen bei zehn. Die Zahlen beziehen sich auf das erste Halbjahr 2003.

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben ein Gemälde des Dichters Ludwig Thoma an die jüdischen Eigentümer zurückgegeben.
Das Bild "Dämmerung am Gardasee" war seit 1922 im Besitz des Münchner Kunstsammlers Ottmar Strauß, der in der NS-Zeit in die Schweiz emigrierte. Als vorgebliches Eigentum der NSDAP wurde es 1957 an den Freistaat Bayern übertragen. Die Erben von Ottmar Strauß haben das 1906 entstandene Gemälde jetzt zurück erhalten.

Ein seit mehr als 70 Jahren verschollenes Gemälde von Max Liebermann ist wieder aufgetaucht.
Das 1914 entstandene Bild "Jäger in den Dünen" war nach Angaben des Düsseldorfer Galeristen Hans Paffrath bereits kurz nach seiner Entstehung verloren gegangen. Erst vor kurzem sei es im britischen Kunsthandel angeboten worden. Das Gemälde gehöre zu den wenigen Jagdmotiven, die Liebermann geschaffen habe.
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