KulturNachrichten
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7.10.2004

Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert hat die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek als "sehr gute Schriftstellerin" gelobt. Jelinek gehöre wie Thomas Bernhard zu den gesellschaftskritischen Schriftstellern aus Österreich, sagte Huppert am Donnerstag in Paris. Sie hatte in der Verfilmung des Jelinek-Romans "Die Klavierspielerin" von Michael Haneke die Hauptrolle gespielt. Jelinek hatte etwas klar zu sagen und habe es immer auf eine brutale Weise getan, sagte Huppert.

Die arabischen Regierungen benutzen den Anti-Terror-Kampf nach Einschätzung von amnesty international oft als Vorwand, um die Menschenrechte auszuhöhlen.
Die Generalsekretärin von Amnesty Deutschland, Lochbihler, sagte in Frankfurt am Main, die arabische Literatur biete zwar eine Vielfalt von engagierten Texten zum Thema Menschenrechte. Doch die Autoren würden in vielen arabischen Ländern verfolgt. Die arabische Literatur ist dieses Jahr das Schwerpunkt-Thema der Frankfurter Buchmesse.

Der PEN-Club beklagt einen Rückgang von Kulturbeiträgen im Hörfunk.
Generalsekretär Schoeller sagte auf der Frankfurter Buchmesse, das Radio werde zusehends, Zitat: "entwortet" und zu einem Begleitmedium im Alltag gemacht. Er forderte die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Sender auf, den Bestand von kulturellen Sendungen zu garantieren. Daran solle dann auch eine ausreichende Erhöhung der Rundfunkgebühren gekoppelt werden.

Das neue Goethe-Institut in der pakistanischen Stadt Karachi wird nach zwei Jahren Pause wiedereröffnet. Das bereits 1956 dort gegründete deutsche Kulturinstitut musste im Mai 2002 nach einem Bombenanschlag auf ein ebenfalls im Zentrum der Stadt gelegenes Hotel aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Im Zentrum des neuen Instituts in der 14-Millionen-Metropole steht der gesellschaftspolitische Austausch, der seit 2001 unter dem Motto «Dialog mit dem Islam» geführt wird, teilte das Goethe-Institut am Donnerstag in München mit.

Nur "Milka" darf lila sein. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden.
Die Richter gaben dem Milka-Hersteller im Streit mit der Verdener Keks- und Waffelfabrik Recht. Die Firma hatte eine inzwischen vom Markt genommene Gebäckmischung bei der Aldi-Nord-Kette angeboten und die Tüte lila gefärbt. Laut BGH ist die Farbe Lila aber zum Inbegriff von Milka-Produkten geworden. Darum bestehe Verwechslungsgefahr, wenn ähnliche Produkte ebenfalls in einer lila Verpackung angeboten würden.
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