KulturNachrichten
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11.10.2004

Die Berliner Philharmoniker sind kulturelle Botschafter für die Fußballweltmeisterschaft 2006.
Der Künstlerische Leiter Sir Simon Rattle nahm die Ernennungsurkunde im Beisein seiner Musiker am Nachmittag im Roten Rathaus entgegen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit sagte bei der Feier, das Orchester werde bei seinen Auftritten im In- und Ausland vor allem für die WM-Begegnungen in der Hauptstadt werben. Senatssprecher Michael Donnermeyer erklärte, die Berliner Philharmoniker seien für die Aufgabe des kulturellen Botschafters besonders geeignet, da die Musiker Weltruhm genössen.


Nach der Frankfurter Buchmesse hat die Arabische Liga ein positives Fazit des diesjährigen Schwerpunkts "Literatur der arabischen Welt" gezogen.
Generalsekretär Amre Moussa betonte in Frankfurt am Main, es sei gelungen, eine neue Seite in den Beziehungen zwischen Arabern und Europäern aufzuschlagen. Auch der Generaldirektor der arabischen Kulturorganisation Alecso, Mongi Bousnina, sagte, ein fruchtbarer und offener Dialog sei in Gang gekommen. Dieser müsse nun vertieft werden. Bousnina erklärte, der Zuspruch des Publikums habe die Erwartungen übertroffen.


Die in Weimar geplante Tagung zur Beutekunst findet nicht statt.
Die Universität Jena begründete die Entscheidung mit der kurzfristigen Absage zahlreicher Teilnehmer und Referenten staatlicher Institutionen. Der Jenaer Jurist Olaf Werner sagte, unter diesen Umständen sei die Konferenz sinnlos. Werner wollte am Wochenende mit Kunstfachleuten, Juristen und Politikern über die problematische Rückführung der im Zweiten Weltkrieg verschleppten Kunstwerke sprechen. Seinen Vorstellungen zufolge sollte eine noch zu gründende deutsch-russische Stiftung bei der Rückgabe der Stücke hilfreich sein.


Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder soll nach dem Willen ihrer Präsidentin Gesine Schwan zügig in eine Stiftungsuniversität umgewandelt werden.
Wie Frau Schwan vor der Eröffnung des 13. Akademischen Jahres ankündigte, soll dazu ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen Deutschland, Polen und dem Land Brandenburg geschlossen werden. Auch gelte es, Frankreich für das Projekt zu gewinnen. Die Präsidentin betonte, der Kapitalstock werde aus den von der Bundesregierung zugesagten 50 Millionen Euro gebildet. An der Viadrina studieren derzeit rund 5.000 junge Leute aus 75 Nationen.


Nach Bekanntgabe der Literatur-Nobelpreisentscheidung für Elfriede Jelinek nimmt das Berliner Ensemble einen frühen Theatertext der österreichischen Dramatikerin ins Programm.
Claus Peymann werde "Wolken.Heim" aus dem Jahr 1988 inszenieren, teilte das Haus mit. Premiere sei im Februar. Das Stück ist eine Montage aus Texten von Hölderlin, Kleist, Fichte, Hegel, Heidegger und Auszügen aus Briefen von RAF-Häftlingen. Peymann hat bereits mehrere Jelinek-Werke auf die Bühne gebracht. Nach Angaben des Rowohlt-Verlages ist die Nachfrage nach den Büchern der Österreicherin weltweit stark gestiegen. Die Schwedische Akademie hatte der 57-jährigen am Donnerstag den Nobelpreis zuerkannt.

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