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12.10.2004

Ein digitaler Animationsfilm, bei dem der Schauspieler Christopher Reeve Regie führte, soll trotz des Todes des einstigen "Superman"-Darstellers fertig gestellt werden.
Das erklärte die Produktionsfirma IDT Entertainment nach Angaben der Fachzeitschrift "Hollywood Reporter". Das Unternehmen suche nach einem neuen Regisseur für den Streifen "Yankee Irving", sagte IDT-Chef Morris Berger der Zeitschrift. Im Mittelpunkt des Spielfilms stehen ein Vater und sein Sohn, der trotz vieler Widrigkeiten den Traum von einer Karriere als Baseball-Spieler verwirklichen will. Der gelähmte Schauspieler war am Sonntag an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.


Die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen ist mit neun von ihr geförderten Werken bei den 38. Internationalen Hofer Filmtagen vertreten.
Vorgestellt würden unter anderem die Debüt- und Abschlussfilme von sechs jungen Regisseuren, teilte die Stiftung in Düsseldorf mit. Die Filmtage finden vom 27. bis 31. Oktober statt.


Der dem Erzbistum Berlin gehörende Morus-Verlag stellt zum Jahresende seine Tätigkeit ein.
Die Schließung erfolge im Zuge der finanziellen Sanierung der Erzdiözese, sagte Bistumssprecher Förner der Katholischen Nachrichten-Agentur. Der 1945 gegründete Morus-Verlag gab unter anderem rund 200 Bücher heraus. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehörte die Auseinandersetzung mit dem SED-Regime sowie mit der NS-Zeit.


Die Russin Nina Fjodorowa ist mit dem diesjährigen Schukowski-Preis für Übersetzungen aus dem Deutschen ausgezeichnet worden.
Sie habe Werke von Goethe, E.T.A. Hoffmann, Siegfried Lenz und Christa Wolf ins Russische übersetzt, teilten die Organisatoren mit. Der nach dem russischen Dichter Wassili Schukowski benannte Preis wird alle zwei Jahre vom Verband der deutschen Wirtschaft in Russland und der Moskauer Zeitschrift "Ausländische Literatur" verliehen. Er ist mit 3.000 Euro dotiert.


In ungewöhnlichem Porsche-Design wird am Reformationstag die restaurierte Orgel der Leipziger Nikolaikirche eingeweiht.
Der in Edelstahl glänzende Spieltisch auf der Empore sowie die Beschriftungen der Register seien von Mitarbeitern des Automobil-Unternehmens entworfen worden, teilte Nikolaikantor Jürgen Wolf in Leipzig mit. Die Erneuerung des Instruments aus dem Jahr 1862 habe 2,3 Millionen Euro gekostet. In der Festwoche zur Einweihung vom 31. Oktober bis 7. November würden Orgel-Solisten aus ganz Europa erwartet. - Die Nikolaikirche war einer der Ausgangspunkte des friedlichen Protests 1989 in der ehemaligen DDR.


Mit einem Festival in Berlin will die Gemeinschaft der europäischen Kulturinstitute von Freitag an die Traditionen von Sinti und Roma einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.
Auch nach der jüngsten EU-Erweiterung blieben die 12 Millionen Sinti und Roma als größte Minderheit Europas am Rande der Gesellschaft, erklärten die Institute in Berlin. Teil des Programms seien Ausstellungen, Konzerte, Kinofilme, Lesungen und Diskussionen. Das Festival endet am 30. Oktober.
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