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18.10.2004

In der Kulturbranche ist die Zahl der Erwerbstätigen zwischen 1995 und 2003 um fast ein Drittel auf 780.000 gestiegen.
Den größten Zuwachs verzeichneten die Bereiche Design und Grafik, wie eine von Kulturstaatsministerin Weiss in Auftrag gegebene Studie ergab. Frau Weiss betonte, der Kulturbetrieb sei nicht nur eine beachtliche Wachstumsbranche, sondern gebe auch andere wichtige Impulse. Eigenschaften wie Flexibilität, Mobilität, Offenheit im Denken und im Handeln seien Merkmale einer Tätigkeit im kulturellen Sektor.


Der deutsche Komponist Karlheinz Stockhausen hat Vorschläge einiger Ministerpräsidenten kritisiert, die Chöre der ARD-Rundfunkanstalten zu reduzieren.
Die Existenz der Chöre dürfe nicht gefährdet werden, sagte Stockhausen in einem offenen Brief an die Bundesbürger. Die Regierungschefs von Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen hatten sich dafür ausgesprochen, Planstellen abzubauen.
Den Angaben zufolge fließen jährlich 2,5 Prozent der Rundfunkgebühren in die Orchester und Chöre, das sind rund 150 Millionen Euro.


Der Maler Gerhard Richter erhält den mit 25.000 Euro dotierten Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken.
Die Bischofskonferenz teilte in Bonn mit, Richter sei einer der herausragenden bildenden Künstler der Gegenwart. Seine Arbeiten seien Impulse, herkömmliche Deutungsmuster von Welt und Existenz zu hinterfragen. Die Auszeichnung soll Mitte November überreicht werden.


In New York wird am Abend das weltweit erste Musiktheater eröffnet, das den besonderen akustischen Bedürfnissen des Jazz gerecht werden soll.
Der "Time Warner Center" in der Nähe des Central Parks umfasst drei Bühnen. Das Eröffnungskonzert unter anderem mit Abbey Lincoln, Tony Bennett und Joe Lovano steht unter dem Motto "One Family of Jazz". Der musikalische Direktor Wynton Marsalis sagte, damit solle die Zusammengehörigkeit der verschiedenen Jazzstile und ihrer Interpreten betont werden.


Die Stiftung Kunstfonds fördert künftig die Erstausstellungen von jungen Künstlern mit insgesamt 90.000 Euro.
Wie die Stiftung in Bonn mitteilte, erhalten sieben Bewerber einen finanziellen Zuschuss zwischen 6.000 und 17.000 Euro. Bundesweit waren 25 Anträge für das Sonderprogramm eingegangen. Die Förderung wird für Ausstellungen in überregionalen Häusern gewährt. Der Kunstfonds wird von der Kulturstiftung des Bundes unterstützt.


Die evangelische Kirche will in Berlin, Brandenburg und Sachsen künftig auch katholische Organisten und Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften beschäftigten.
Landeskirchenmusik-Direktor Kennel sagte in Berlin, Voraussetzung sei jedoch eine Teilzeit- oder nebenberufliche Tätigkeit. Eine entsprechende Änderung im Kirchengesetz solle die Synode der Evangelischen Kirche auf ihrer Herbsttagung Anfang November in Berlin beschließen. Damit sollen nach Angaben Kennels insbesondere Probleme bei der Besetzung von Teilzeitstellen im ländlichen Raum behoben werden.
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