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20.10.2004

Der Brite Alan Hollinghurst hat den diesjährigen Booker-Preis für Literatur erhalten.
Wie die Jury in London bekannt gab, nahm Hollinghurst die mit umgerechnet 75.000 Euro dotierte Auszeichnung gestern Abend für seinen Roman "The Line of the Beauty" entgegen. Sein Buch, so begründet die Jury ihre Entscheidung, spiegele brillant die 80er Jahre unter Premierministerin Thatcher wider.

Der Amerikaner John Neumeier bleibt weitere fünf Jahre Ballettchef der Hamburgischen Staatsoper.
Der Choreograf hat heute die Verlängerung seines Vertrages unterzeichnet. Zudem ist der Etat für die 55 Tänzer aufgestockt worden. Neumeier leitet das Ballet seit 1973.

Das renovierte Kunst- und Kulturzentrum "Arp Museum Bahnhof Rolandseck" bei Remagen wird von einer neuen Stiftung betrieben.
Das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium teilte in Mainz mit, das Land und die Stiftung Arp e.V. seien künftig verantwortlich für die Organisation und die Finanzierung. In dem Museum werden Werke des Malers und Bildhauers Hans Arp sowie Kunst der Gegenwart ausgestellt. Die Wiedereröffnung ist noch für den Herbst geplant.

Der umstrittene Bau einer Filiale der US-Supermarktkette Wal-Mart in der Nähe der Pyramiden von Teotihuacan in Zentralmexiko stellt nach Angaben der UNESCO keine Schändung des Weltkulturerbes dar.
Das erklärte der Direktor der UNO-Organisation, Bandarin, in einem Schreiben an das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte in Mexiko-Stadt. Das Gelände sei von der Spitze der Pyramiden aus lediglich mit einem Fernglas zu sehen, hieß es. Der fast vollendete Bau sorgt seit Monaten für Proteste.

Bundesaußenminister Fischer erhält in diesem Jahr den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Wie in Berlin mitgeteilt wurde, wird der 56-Jährige für sein Engagement im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern ausgezeichnet. Zentralrats-Präsident Spiegel hob außerdem Fischers Eintreten gegen Antisemitismus hervor. Zu den bisherigen Trägern des Leo-Baeck-Preises gehören unter anderem die Bundespräsidenten von Weizsäcker, Herzog und Rau sowie die Schauspielerin Iris Berben.

Der "Deutsche Spiele-Preis" geht in diesem Jahr an das Strategie-Spiel "Sankt Petersburg".
Das erklärten die Veranstalter der weltgrößten Spiele-Messe in Essen. Mit dem "Deutschen Kinder-Spiel-Preis" wird "Dicke Luft in der Gruft" ausgezeichnet.

Die Kunststiftung Nordrhein-Westfalen fördert im kommenden Jahr 40 Musikprojekte mit rund 1,5 Millionen Euro.
Dabei werden nach Angaben der Stiftung Vorhaben aus den Bereichen alte und zeitgenössische Musik sowie Jazz unterstützt. Zudem werden auch die Stipendienprogramme in Zusammenarbeit mit den Akademien in Frankfurt am Main, Luzern und den Niederlanden fortgeführt.





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