KulturNachrichten
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25.10.2004

Bundesfamilienministerin Schmidt hat die öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehanstalten aufgefordert, bessere Kinder- und Jugendprogramme zu entwickeln.
Vor allem die nachmittäglichen Talk-Shows seien ungeeignet, sagte die SPD-Politikerin in München. Die Sender müssten mehr Eigenverantwortung entwickeln, um die jugendliche Zielgruppe zu schützen, meinte die Ministerin. Einschaltquoten dürften nicht das oberste Gebot sein.


Der Ehrenpreis der Freien Akademie der Künste in Hamburg geht in diesem Jahr an die Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach.
Das teilte die Akademie in der Hansestadt mit. Die undotierte Auszeichnung für herausragendes künstlerisches Wirken wird seit 1955 vergeben. Bisherige Preisträger waren unter anderen die Schriftsteller Thomas Mann und Siegfried Lenz, der Schauspieler Will Quadflieg sowie der Komponist Aribert Reimann.


Zum 70. Geburtstag von Ulrich Plenzdorf hat Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck das Lebenswerk des Autors gewürdigt.
Plenzdorf habe Lebenswirklichkeit und Träume vieler Ostdeutscher wie kein Zweiter beschrieben, hieß es in einem Schreiben Platzecks an den im Oderbruch lebenden Schriftsteller. Plenzdorf war Filmdramaturg bei der Defa und verfasste das Drehbuch für den Film "Die Legende von Paul und Paul". Anfang der 90er Jahre wurde er Drehbuchautor der ARD-Fernsehserie "Liebling Kreuzberg". Plenzdorf, der morgen 70 Jahre alt wird, war auch einer der meistgespieltesten Theaterautoren der DDR. Bekannt wurde er vor allem durch das Stück "Die neuen Leiden des jungen W."


Der britische Rundfunksender BBC will nach Informationen der Londoner "Times" bis zu 6.000 Stellen streichen.
Damit stehe die BBC vor der radikalsten Umstrukturierung ihrer Geschichte, berichtet das Blatt. Der Sender teilte mit, endgültige Entscheidungen seien noch nicht getroffen. Trotz jährlicher Gebühreneinnahmen von umgerechnet rund vier Milliarden Euro hatte die staatliche Rundfunkanstalt im vergangenen Jahr einen Verlust von knapp 400 Millionen Euro verzeichnet. Zurzeit beschäftigt die BBC etwa 28.000 Mitarbeiter.


Der Film "Berlin Beirut" der in Berlin lebenden Regisseurin Myrna Maakaron ist auf dem Internationalen Leipziger Festival als bester deutscher Dokumentarfilm mit dem Discovery Channel Preis ausgezeichnet worden.
Wie die Organisatoren in Leipzig mitteilten, wurde der mit 10.000 Euro dotierte Preis zum ersten Mal vergeben. Zur Begründung hieß es, die gebürtige Libanesin erzähle mit einer sehr persönlichen Filmsprache von ihrem Leben in Berlin und Beirut - zwei ehemals zerstörten, wiederaufgebauten und in Ost und West geteilten Städten. Die Dokumentation wurde aus insgesamt 23 nationalen Produktionen ausgewählt.
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