KulturNachrichten
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28.10.2004

Der weißrussische Journalistenverband wird in diesem Jahr mit dem "Sacharow-Preis für geistige Freiheit" des Europäischen Parlaments ausgezeichnet.
Die Journalisten-Vereinigung kämpfe gegen die von Staatschef Lukaschenko erstickte Informationsfreiheit, sagte Parlamentspräsident Borrell in Straßburg. Alle, die sich in Weißrussland und überall auf der Welt für die Pressefreiheit einsetzten, verdienten die Unterstützung des Europäischen Parlaments.
Der Sacharow-Preis soll im Dezember in Straßburg überreicht werden. Im vergangenen Jahr waren die Vereinten Nationen und ihr Generalsekretär Annan ausgezeichnet worden.

Der Wiederaufbau der Anna Amalia Bibliothek in Weimar soll auch durch die Neuauflage eines Buches über die Büchersammlung gefördert werden.
Der Seemann Henschel Verlag in Leipzig teilte mit, der gesamte Erlös jedes verkauften Exemplars werde gespendet. Buchhandel, Drucker, Lieferanten und der Verlag selbst verzichteten auf jeglichen Gewinn.
Das knapp 300 Seiten starke Werk mit dem Titel "Kostbarkeiten der Herzogin Anna Amalia Bibliothek" dokumentiert auch viele Bücher, die bei dem Brand im September zerstört wurden.

Die Zukunft des Goethe-Institutes in Dresden ist offen.
Ein Sprecher der Kultureinrichtung sagte der Agentur ddp, in Dresden und an weiteren deutschen Standorten würden im Zuge einer Neustrukturierung Kurse gestrichen, aus denen man bislang einen Großteil der notwendigen Einkünfte erwirtschaftet habe.
Die Erhaltung des 1994 eröffneten Dresdner Institutes sei aber denkbar, weil ein politisches Interesse bestehe: Es gebe ansonsten nur noch ein weiteres Haus in Ostdeutschland, und zwar in Weimar.
Die "Sächsische Zeitung" hatte zuvor von Schließungsplänen für das Dresdener Haus berichtet.

Der Literaturwissenschaftler Walter Jens hat davor gewarnt, den Fachbereich "Evangelische Theologie" an der Universität Hamburg zu schließen.
Das geht aus einem Schreiben von Jens an den zuständigen Dekan hervor. Die Pläne von Wissenschaftssenator Dräger wären, so Jens, eine Vernichtung von hanseatischer Weltläufigkeit.
Der Hamburger Senat will durch eine Kooperation mit der Universität Kiel Einsparungen erreichen.

Die europäischen Kunstsammlungen sollten nach Einschätzung von Experten besser zugänglich gemacht werden, zum Beispiel durch digitale Erfassung. Europa sei eine Schatzkammer mit Millionen von wertvollen Werken, die aber meist in Lagern und Gewölben verschlossen blieben, sagte die niederländische Staatssekretärin van der Laan auf einer Tagung in Den Haag. Es fehle an Informationen, was wo enthalten sei und gelagert werde. Die Digitalisierung dieses Reichtums könne eine Lösung darstellen, um auch den Austausch von Werken, in etwa für Ausstellungen, zu verbessern.

Der frühere Privatsekretär von Salvador Dalí ist wegen der Manipulation eines Kunstwerkes zu einer hohen Entschädigung verurteilt worden.
Die Summe, die John Peter Moore zahlen müsse, könne leicht eine Million Euro übersteigen, teilte die Dalí-Stiftung mit, die den Nachlass des Künstlers verwaltet.
Ein Gericht in Figueras sah es als erwiesen an, dass Moore zusammen mit seiner Frau ein Original-Gemälde von Dalí zerschnitten, retouchiert und unter neuem Titel in seiner Galerie ausgestellt habe.

Eine Wiener Künstlergruppe will Kunstdiebe dazu bewegen, ihre Beute anonym zurückzugeben.
Dazu installierte die Gruppe "Kunstwerft" nach eigenen Angaben eine Einwurf-Vorrichtung neben der Tür ihrer Galerie, und zwar nach dem Vorbild einer Babyklappe. Die Kunstwerke sollen nach Möglichkeit dem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden.

Nach 15 Jahren dürfen die Fans von "Indiana Jones" auf einen vierten Teil des Stoffes mit Harrison Ford in der Hauptrolle hoffen.
Regisseur Steven Spielberg und Produzent George Lucas haben den Drehbuchautor Jeff Nathanson mit der Bearbeitung beauftragt. Die Suche nach einer geeigneten Geschichte dauert seit Jahren an, zuletzt war im Februar ein Drehbuch abgelehnt worden. Das Filmblatt "Variety" berichtet, die nun geplante Folge vier könnte frühestens 2006 in die Kinos kommen.
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