KulturNachrichten
KulturNachrichten
Montag bis Donnerstag in der OrtsZeit • 18:40
3.11.2004

Die Zeitschriftenverleger sehen die Pressefreiheit in Deutschland durch immer mehr Verordnungen und bürokratische Hemmnisse gefährdet.
Nur eine Allianz von Medien- und Journalistenverbänden könne den wachsenden Einfluss von Politik und Justiz eindämmen, teilte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger in Berlin mit. Als Auslöser für die Überlegungen wurden das Caroline-Urteil, der Große Lauschangriff und drohende Werbeverbote genannt.

Der französische Literaturpreis Prix Fémina geht in diesem Jahr an den Schriftsteller Jean-Paul Dubois für seinen Roman "Une vie française".
Das Buch erzählt in einer Art Familiensaga das Leben eines Sportjournalisten, der die Tochter seines Arbeitgebers heiratet und ein ebenso intensives wie heimliches Sex-Leben führt. Der Prix Médicis geht an die Schriftstellerin Marie Nimier für ihren Roman "La reine du silence", die Königin der Stille.

Elfriede Jelinek hat ihre Rede zur Vergabe des Literaturnobelpreises bereits per Video aufgezeichnet.
Die Grußbotschaft wurde vom Schwedischen Fernsehen für den 10. Dezember aufgenommen, dem Tag der Preisverleihung in Stockholm. Elfriede Jelinek hatte gleich nach der Bekanntgabe der Auszeichnung erklärt, dass sie diese nicht persönlich entgegennehmen werde.

Kunst und Kommerz schließen sich nach Ansicht des Malers und Bildhauers Markus Lüpertz keinesfalls aus.
Hier gehe es um eine schwierige Symbiose, sagte Lüpertz in Dresden. Ein Künstler sei gehalten, mit aller Macht seine Ideen durchzusetzen - und dazu brauche er finanzielle Mittel. Ohne Geld gebe es keine große Kunst - das Geld sei Anreiz und Prüfstein.

Auch der Halbbruder von Bundeskanzler Schröder, Lothar Vosseler, legt nun Memoiren vor.
Sie tragen den Titel "Der Kanzler, leider mein Bruder, und ich" und erscheinen in der Zeitung "Bürgertrichter". In den Erinnerungen geht es um die gemeinsame Jugend von Schröder und Vosseler, deren Wege sich in den sechziger Jahren getrennt hätten. Vosseler schreibt darin, weil er schmächtig gewesen sei, habe man ihn bei Streichen viel öfter erwischt als seinen Bruder Gerhard.

Die deutschen Hochschulen bemühen sich zunehmend um wissenschaftlichen Nachwuchs aus Entwicklungsländern.
Dies liege daran, dass in Deutschland vor allem in den Naturwissenschaften herausragende junge Köpfe fehlten, sagte die Generalsekretärin der Hochschulrektorenkonferenz, Ebel-Gabriel, in Berlin. Die Kooperation beziehe sich besonders auf die Bereiche Umweltschutz, Gesundheitswissenschaften, Ernährung und Landwirtschaft.





-> KulturNachrichten
-> weitere Beiträge