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17.11.2004

Die russische Regierung hat nach langem Zögern die Eröffnung eines "Deutschen Historischen Institutes" in Moskau genehmigt.
Der Gründungsdirektor des Institutes, Bonwetsch, sagte der "Berliner Zeitung", die Einrichtung könne schon in drei Monaten ihre Arbeit aufnehmen, und zwar mit einem Jahresetat von einer Million Euro. Russland hatte sich Experten zufolge so lange gesträubt, weil es die eigene Vergangenheit nicht unbedingt von unabhängigen ausländischen Historikern aufgearbeitet sehen wollte.

Die italienische Regierung will den Obelisken von Axum an die gleichnamige Stadt in Äthiopien zurückgeben.
Das Baudenkmal solle noch vor Beginn der Regenzeit im April in das afrikanische Land zurückgebracht werden, sagte der stellvertretende italienische Außenminister Mantica in Rom. Italienische Truppen hatten den Obelisken 1937 als "koloniales Beutegut" geraubt und in Rom aufgestellt. Vor zwei Jahren wurde der rund 150 Tonnen schwere und 24 Meter hohe Steinkoloss abmontiert. Seitdem lagert er in einem römischen Polizeidepot.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will den Vorwurf der Geldverschwendung nicht auf sich sitzen lassen.
Die Anschuldigungen des Bundesrechnungshofes seien nachweislich falsch, betonte Stiftungspräsident Lehmann in Berlin. Über den Bau zusätzlicher Anlagen auf der Museumsinsel in der Hauptstadt werde man erst nach 2010 entscheiden. Die Rechnungsprüfer hielten die zusätzlich zur Renovierung geplanten Anlagen im Wert von 130 Millionen Euro für unnötig.

Vor dem Hamburger Landgericht hat Showstar Freddy Quinn gestanden, Steuern in Höhe von rund 900.000 Euro hinterzogen zu haben.
Dieses Versäumnis tue ihm leid, sagte der 73-Jährige unter Tränen vor den Richtern. Die Anklage wirft ihm vor, zeitweise seinen Hauptwohnsitz in der Schweiz angemeldet zu haben, tatsächlich aber in Hamburg gelebt zu haben. Er habe vor Steuerfragen die Augen verschlossen, sagte der als singender Seemann bekannt gewordene Quinn.

Die Kunstschau Documenta wird im nächsten Jahr 50 und aus diesem Anlass die eigene Vergangenheit thematisieren.
Dafür soll von September bis November 2005 eine Auswahl von allen elf bisherigen Ausstellungen nach Kassel zurückkehren. Unter dem Motto "Diskrete Energien" werden dabei vor allem Künstler gezeigt, die eher nicht zum kunstgeschichtlichen Kanon gehören. Auf die Ikonen wie Joseph Beuys oder Andy Warhol müssen die Besucher aber deshalb nicht verzichten.

Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist alles andere als zufrieden mit dem schwedischen Konzern Hennes und Mauritz.
In einem Interview mit der Illustrierten "Stern" klagt er, H&M habe von seiner neuen Kollektion nicht genug Teile produziert und die Stücke in nicht einmal der Hälfte aller Filialen angeboten. Es sei ihm peinlich, dass nun viele Kunden verstimmt seien. Die unverständlichen Entscheidungen der H&M-Führung nähmen ihm jede Lust, so etwas noch einmal zu versuchen - auch wenn eine solche Kollektion sicherlich der Traum jedes Designers sei.













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