KulturNachrichten
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2.12.2004

Der spanische Autor Rafael Sánchez Ferlosio erhält überraschend den diesjährigen Cervantes-Preis, die höchste literarische Auszeichnung in der spanischsprachigen Welt.
Dies teilte Spaniens Kulturministerin Carmen Calvo am Donnerstag in Madrid mit. Sánchez Ferlosio war im Vorfeld der Entscheidung nicht zu den Favoriten gezählt worden. Der Cervantes-Preis ist mit 90.000 Euro dotiert und wird als spanischer Nobelpreis bezeichnet.


Das Byzantinische Museum im griechischen Thessaloniki erhält den Museumspreis des Europarates 2005.
Zur Begründung erklärte das Parlament in Straßburg, die Einrichtung überzeuge durch ihre klare und präzise Art. Es würden alle Aspekte des künstlerischen, religiösen und sozialen Lebens der byzantinischen Zeit dargestellt. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert.

Die Deutsche Filmakademie hat mit einem Offenen Brief an Kulturstaatsministerin Weiss appelliert, sich gegen Einsparungen bei der Filmförderung einzusetzen.
Die Mittel würden durch Bundesländer und Rundfunkanstalten derzeit drastisch gekürzt, heißt es in dem Schreiben der Akademie. Dadurch werde die deutsche Filmkultur in ihre schwerste materielle Krise gestürzt, hieß es.


Der Schriftsteller Siegfried Lenz ist Ehrenbürger von Schleswig-Holstein.
Ministerpräsidentin Simonis würdigte den 78-Jährigen bei einer Feierstunde in Lübeck als Autoren, der auf großartige Weise für Respekt, Moral und Vernunft eintrete. Kein deutscher Schriftsteller habe die Natur und die Menschen in Schleswig-Holstein eindringlicher beschrieben als Lenz. Der gebürtige Ostpreuße hat viele seiner Romane und Geschichten in Norddeutschland angesiedelt. Am bekanntesten wurde seine "Deutschstunde".


Die erst vor drei Jahren geschaffene "Art Basel Miami Beach" hat sich als eine der weltweit führenden Messen für moderne Kunst etabliert.
210 Galerien aus Europa, den USA, Südamerika, Asien und Afrika waren bei der Eröffnung in der Nacht zum Donnerstag in Florida vertreten. Diese Kunstmesse gilt inzwischen als bedeutendster Handelsplatz der USA und einer der wichtigsten in der internationalen Kunstszene.


Auf dem Gelände des geplanten NS-Dokumentationszentrums "Topographie des Terrors" in Berlin hat der Abriss der drei Türme des Architekten Peter Zumthors begonnen.
Die Arbeiten seien bis Weihnachten abgeschlossen, erklärte eine Senatssprecherin. Der Abriss wurde möglich, weil das Bundesverfassungsgericht eine Beschwerde des Architekten Peter Zumthors gegen einen Abbruch der Türme abgewiesen hatte. Anschließend soll das Areal wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein. Ein NS-Dokumentationszentrum ist weiterhin geplant.
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