KulturNachrichten
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7.12.2004

Das Goethe-Institut will seine Kulturarbeit im Ausland neu ausrichten und stärker nach Schwerpunktthemen vereinheitlichen.
Die hohe selbstständige Programmarbeit an den vielen Einzelstandorten solle zum Teil aufgegeben werden, sagte Generalsekretär Schlüter in Berlin. Als Schwerpunkte nannte er den Dialog mit dem Islam, die transatlantischen Beziehungen sowie Kultur als Krisenprävention und das Thema Sprache. Ziel sei es, die Gesamteinrichtung in der Außendarstellung hervortreten zu lassen und sie nicht nur als Summe von Einzelaktivitäten zu betrachten.

Erstmals hat eine Landeszentrale für politische Bildung ein Theaterstück in Auftrag gegeben.
Das Werk hat den Titel "Kidnapping - ein deutsch-israelisch-palästinensisches Dilemma" und handelt vom Nahost-Konflikt. Autorin ist die Schweizerin Dominique Caillat. Wie die Landeszentrale Rheinland-Pfalz erläuterte, wurden Frau Caillat bei der Bearbeitung des Themas "israelisch-palästinensische Beziehungen" keine Vorgaben gemacht. Sie sollte nur beachten, dass die Deutschen in dem Konflikt nicht Schiedsrichter sind.
Das Stück wird am 13. Dezember in Mainz uraufgeführt und danach bundesweit in 16 Städten sowie in der Schweiz gezeigt.

Die Berliner Museen melden einen Besucherrekord.
Im vergangenen Jahr wurden über neun Millionen Menschen in den 128 Einrichtungen gezählt, wie der Kultursenat mitteilte. Das seien 7,5 Prozent mehr als im Jahr 2002. Spitzenreiter war das Pergamonmuseum mit rund 720.000 Besuchern. An zweiter Stelle lag das Haus am Checkpoint Charlie, in das 700.000 Interessierte kamen.

Das Jüdische Museum in Berlin bietet jetzt auch Materialien für Schulen an.
Als erstes wurden heute "Kommentierte Dokumente zur Geschichte der Juden im Nationalsozialismus" vorgelegt. Der Band richtet sich an Lehrer und Schüler der Klassen 9 bis 13 in Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien sowie an schulpraktische Seminare der Lehrerausbildung. Die Materialien bieten Originaldokumente, Fotos und andere persönliche Zeugnisse.

Die vermutlich älteste Bestecksammlung der Welt bleibt der Wartburg in Eisenach erhalten.
Der Verkauf der einmaligen Egloffsteinschen Kollektion mit ihren 650 Stücken konnte durch Spenden verhindert werden, wie die Stadt mitteilte. Mit dem Geld soll das Adelshaus Sachsen-Weimar-Eisenach für nach 1945 enteignete Kunstschätze entschädigt werden. Der Wert der Sammlung wird auf 500.000 Euro geschätzt.
Die Sammlung wurde vom Eisenacher Schlosshauptmann Gottfried von und zu Egloffstein zusammengetragen.

Der britische Sender BBC streicht 2900 Stellen.
Durch diese Maßnahme könnten jährlich 463 Millionen Euro eingespart werden, sagte Generaldirektor Thompson in London. Der Großteil der Arbeitsplätze werde im Verwaltungsbereich wegfallen, und die Kosteneinsparungen würden direkt der Programmplanung zugute kommen. Die BBC finanziert sich ähnlich wie die öffentlich-rechtlichen Programme in Deutschland über eine Rundfunkgebühr. Derzeit arbeiten rund 27.000 Menschen für das Medienunternehmen.


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