KulturNachrichten
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13.12.2004

US-Architekt Peter Eisenman ist erleichtert darüber, dass sein Holocaust-Mahnmal in Berlin auf positive Reaktionen stößt.
Er selbst habe auch Momente des Zweifels erlebt, zum Beispiel bei der Farbe des Materials, sagte Eisenman der Zeitung DIE WELT. Zu den lobenden Stimmen gehörte jüngst die Wochenzeitung DIE ZEIT, die dem Mahnmal ein "Eigenleben" bescheinigte.
Am Mittwoch soll die letzte der 2.700 Stelen gesetzt werden, bis Mai kommenden Jahres soll dann auch das unterirdische Informationszentrum fertiggestellt sein.


Der Deutsche Musikrat hat nach eigenen Angaben mit der Wahl eines neuen Künstlerischen Geschäftsführers seine Umstrukturierung abgeschlossen.
Den Posten erhält Torsten Mosgraber, der bislang als Intendant der Dresdner Festspiele und am Théatre de la Monnaie in Brüssel tätig war. Der Musikrat versteht sich als größter nationaler Dachverband der Welt und gibt an, mehr als acht Millionen Musikbegeisterte in Deutschland zu vertreten.


In Japan hat ein unabhängiger Kreis von Denkern der Regierung empfohlen, die Kultur des Landes zur Aufbesserung des außenpolitischen Rufes zu benutzen.
Japanische Werte und Ideale wie zum Beispiel die innere Gelassenheit müssten in aller Welt besser bekannt gemacht werden, heißt es in einer Erklärung des "Forums für internationale Beziehungen". Japan steht wegen der Entsendung von Truppen in den Irak in der Kritik - allerdings übernehmen die Soldaten nur humanitäre Aufgaben.


In Los Angeles sind die Nominierungen für die Golden Globes 2005 bekannt gegeben worden.
Dreimal nominiert ist Schauspieler Jamie Foxx, unter anderem für seine Darstellung von Soul-Legende Ray Charles in dem Musikfilm "Ray". Bei den Filmen liegen "Sideways" von Alexander Payne und "Aviator" von Martin Scorsese mit sieben und sechs Nominierungen vorn.
Die Globes gelten als begehrteste Filmpreise nach dem Oscar und werden Mitte Januar verliehen.


Die französische Tageszeitung LE MONDE hat einen neuen Redaktionsdirektor ernannt, um ihre Führungskrise zu beenden.
Chefredakteur und Leitartikelschreiber Gérard Courtois übernimmt das Amt von Edwy Plenel, der Ende November im Streit mit der Unternehmensspitze zurückgetreten war. Wie der Verlag mitteilte, wird Plenel nun eine Le-Monde-Stiftung aufbauen und leiten.
Die Zeitung kämpft seit längerem gegen die Anzeigenkrise und einen Vertrauensverlust bei ihren Lesern an.


Der Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann, hat alle Abgeordneten des Landes Berlin mit einer ermäßigten Karte zu einer Aufführung in seinem Haus eingeladen.
Mit dem Theaterbesuch sollten sich die Politiker nicht nur über den kalten und langweiligen Januar hinwegretten, schrieb Peymann in einem Brief. Die Abgeordneten sollten zudem erkennen, wie wichtig die Theater für die Lebendigkeit der Stadt seien.


Die irische Band U2 wird in die Hall of Fame der Rockmusik aufgenommen, und zwar bei einer Feier im New Yorker Nobelhotel Waldorf Astoria Mitte März kommenden Jahres.
U2 gehört damit gemeinsam mit Percy Sledge, den O'Jays, den Pretenders und Blues-Gitarrist Buddy Guy zur Ehrenklasse des Jahres 2005. Für die Aufnahme in die Hall of Fame müssen mindestens 25 Jahre seit der Veröffentlichung der ersten Platte vergangen sein.


Im Wachsfiguren-Kabinett "Madame Tussaud's" in London hat ein erboster Besucher eine Weihnachtskrippe stark beschädigt.
Die Installation, die inzwischen aus der Ausstellung herausgenommen wurde, zeigt Fußballer David Beckham und seine Gattin Vicoria als Josef und Maria. Zu sehen sind aber auch Tony Blair, George Bush junior und Prinz Philipp als Heilige Drei Könige. Über die Auswahl der Prominenten hatten die Museumsbesucher entschieden. Der Vatikan bezeichnete die Krippe als Ausdruck schlechten Geschmacks.
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