KulturNachrichten
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14.12.2004

Das Goethe-Institut will seine Aktivitäten in China ausweiten.
Derzeit werde ein Konzept entwickelt, erklärte der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Schlüter, in München. Ziel sei es, die Präsenz in China deutlich zu verstärken. Außerdem würden Partnerschaften mit Wirtschaftsunternehmen angestrebt. Schon jetzt könne das Goethe-Institut die Nachfrage nach Deutschkursen in China nicht bewältigen, sagte Schlüter. Nachholbedarf gebe es aber auch in Mittel- und Osteuropa. So existierten beispielsweise in Russland nur zwei Institute, in Italien dagegen sieben. Dies sei ein Missverhältnis.


Vilnius in Litauen und die österreichische Stadt Linz sollen im Jahr 2009 Kulturhauptstädte Europas sein.
Während Vilnius bereits feststeht, bedarf die Nominierung von Linz noch der formalen Bestätigung. Allerdings hat Österreich für 2009 ein Vorschlagsrecht. In Wien erklärte Bundeskanzler Schüssel, Linz habe sich als einziger Kandidat Österreichs mit einem sehr guten Projekt um den Titel beworben.


Mehr als ein Fünftel aller 115 Millionen Kinobesucher in Deutschland hat in diesem Jahr einen Film aus einheimischer Produktion gesehen.
Die Besucherquote sei die beste seit einem Jahrzehnt, sagte der Geschäftsführer der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, Schmid-Ospach, in Düsseldorf. Im Jahr 2003 seien es lediglich 14 Prozent gewesen. Die beliebtesten Kino-Filme seien die "Sieben Zwerge" von Otto Waalkes mit bisher 6,2 Millionen Zuschauern gewesen sowie der Zeichentrickfilm "Lauras Stern" mit mehr als 1,2 Millionen Besuchern. Zu dem erfolgreichen Jahr für die deutschen Produktionen haben nach Angaben der Filmstiftung auch zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Festivals beigetragen.


In Halle an der Saale soll das zweitgrößte Orchester Deutschlands entstehen.
Nach der Fusion des Philharmonischen Staatsorchesters mit dem Opernhaus-Orchester werden ihm nach Angaben von Kulturdezernent Marquardt 152 Musiker angehören. Das neue Orchester solle ab dem ersten August 2006 "Staatskapelle Halle" heißen. Der Stadtrat müsse jedoch noch über den Vorschlag der Verwaltung abstimmen. Marquardt erhofft sich von dem Zusammenschluss Einsparungen von 3,5 Millionen Euro bis 2007 sowie einen Qualitätszuwachs.
Das größte Orchester in Deutschland ist mit 187 Musikern das Gewandhaus-Orchester Leipzig.


Die Betreiber der Internet-Suchmaschine Google planen nach amerikanischen Presseberichten die Digitalisierung von mehr als 15 Millionen Büchern.
Das Unternehmen habe dazu eine Vereinbarung mit renommierten Hochschulbibliotheken geschlossen, heißt es in der "New York Times". Beteiligt seien unter anderem die Universitäten von Harvard, Stanford und Oxford. Die Arbeit an dem Projekt könne mehr als zehn Jahre dauern und werde rund zehn Dollar pro Buch kosten. In voller Länge sollten nur solche Werke aufgenommen werden, die nicht mehr durch Copyright geschützt seien. Andere Bücher würden nur in Auszügen digitalisiert.


Das weltweit zweitgrößte Musikunternehmen Sony BMG will nach eigenen Angaben die Investitionen in Künstler und deren Werke verdoppeln.
Damit reagiere man auf die Wiederbelebung des Musikgeschäfts, sagte Firmenchef Lack der "Financial Times". Bis 2007 solle das Unternehmen einen vielfältigen Bestand an Künstlern haben.
In das kommende Jahr dürfe man aber noch keine allzu großen Hoffnungen setzen.
Die Umsätze der Branche waren in den vergangenen vier Jahren eingebrochen. Die Firmen machten dafür vor allem die illegale Verbreitung von Musik über das Internet verantwortlich.


In der sudanesischen Hauptstadt Khartoum soll ein Ausbildungszentrum für Theatermacher aus Krisenregionen entstehen.
Beim Aufbau werden nach Angaben des Internationalen Theaterinstituts deutsche und einheimische Künstler zusammenarbeiten. Wie in Berlin weiter mitgeteilt wurde, sollen sie bei einem gemeinsamen Workshop im Rahmen des Festivals "Theater der Welt" 2005 in Stuttgart erste gemeinsame Erfahrungen sammeln.
Die internationale Projektkoordination liege bei der ägyptischen Regisseurin Nora Amin.
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