KulturNachrichten
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15.12.2004

Mit einem Festakt ist am Holocaust-Mahnmal in Berlin die letzte der rund 2700 Stelen gesetzt worden.
Architekt Eisenman und Stiftungspräsident Thierse zeigten sich mit dem Ergebnis der dreijährigen Bauarbeiten zufrieden. Zugleich plädierten sie gegen ein generelles Demonstrationsverbot rund um das Gelände am Brandenburger Tor. Thierse betonte, es sei nicht möglich, das Mahnmal, das an die Ermordung von sechs Millionen ermordeter Juden erinnere, vor allen möglichen Gefahren zu schützen.
Mit der letzten der insgesamt 2711 Betonblöcke ist die Jahre lang umstrittene zentrale Gedenkstätte im Zentrum Berlins fast fertig. Sie wird von einem unterirdischen Dokumentationszentrum ergänzt und soll im Mai 2005 offiziell eröffnet werden.

Die Vodafone Stiftung Deutschland unterstützt die Rettung der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek mit fünf Millionen Euro.
Geschäftsführer Maximilian Schöberl übergab den Spendenscheck heute in Berlin an den Präsidenten Hellmut Seemann von der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen.
Bundeskanzler Gerhard Schröder würdigte die bisher größte private Einzelspende nach dem Bibliotheksbrand vom 2. September als besonderes Engagement für den Wiederaufbau des UNESCO-Weltkulturerbes.

Das Bundeskabinett hat die Gründung einer Stiftung "Baukultur" beschlossen.
Der zuständige Minister Stolpe sagte in Berlin, damit solle das Bewusstsein für die Belange der Baukultur in der Öffentlichkeit gestärkt werden. Zudem solle auf das Leistungsniveau deutscher Architekten und Ingenieure im In- und Ausland aufmerksam gemacht werden. Der Bund stellt für die Stiftung bis 2008 insgesamt 5,25 Millionen Euro zur Verfügung. Das geplante Gesetz soll nach Angaben Stolpes in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres in Kraft treten.

Der Streit über die architektonische Neugestaltung des Pariser Hallenviertels "Les Halles" ist beendet.
Der französische Architekt David Mangin wurde als Sieger des Architekturwettbewerbs bekannt gegeben. Der Bürgermeister von Paris, Delanoe, sagte, dies sei ein wichtiger Moment in der Geschichte der Stadt. Das Projekt Mangins sei intelligent und realistisch. Es sieht ein Glasdach über einem vier Hektar großen Garten vor, durch den breite Alleen verlaufen. Insgesamt waren 32 Entwürfe eingereicht worden, darunter auch der des Niederländers Rem Koolhaas.

Die Stiftung Frauenkirche Dresden hat rund 358.000 Euro für den Wiederaufbau des Gotteshauses erhalten.
Der britische Botschafter Sir Peter Torry übergab die Spende, die Königin Elizabeth II. bei ihrem Staatsbesuch Anfang November in Berlin gesammelt hatte. Die Queen hatte einen Empfang und ein Galakonzert in der Berliner Philharmonie ausgerichtet und um Geld für den Wiederaufbau gebeten. Es soll für den Innenausbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten
Spätbarockkirche verwendet werden. Ihre Einweihung ist für Oktober 2005 geplant.

In Berlin verzögert sich die Eröffnung der Dauerausstellung des umgebauten Deutschen Historischen Museums weiter.
Generaldirektor Ottomeyer kündigte an, wegen der umfangreichen Umbauarbeiten sei der für November 2005 festgesetzte Termin nicht einzuhalten. Mit der Eröffnung sei voraussichtlich im Frühjahr 2006 zu rechnen. Die Dauerausstellung soll mit 8000 Exponaten einen Überblick über 2000 Jahre deutscher Geschichte geben.










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